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Die Studie "Migranten-Milieus" zu den Lebenswelten der in Deutschland wohnenden Migranten ist erwachsen geworden. Was 2007 noch als qualitative Grundlagenstudie vorlag, wurde durch eine Befragung von über 2.000 Migranten in belastbare Zahlen übersetzt.
Zum ersten Beitrag zur Studie (2008, FW-Beitrag)
Hier finden Sie einen ersten Einblick
in die zu erwartenden
Ergebnisse des vhw-
Kommunikationshandbuchs:
Ein Set an Milieukarten im Taschenformat zu vorerst
zwei Milieus:
Prekäre und Expeditive.

Bereits heute stellen Bürger mit Migrationshintergrund bis zu 40 Prozent der Bewohner in größeren Städten. Trotz der im Zuge des demografischen Wandels stetig wachsenden Rolle dieser Gruppe sind die Erkenntnisse über Wohnbedürfnisse, Einstellungen zum Zusammenleben und zur Integration oder die Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung von Stadt oder Quartier bislang rudimentär.
Der hohe Erkenntnisbedarf und die Einsicht, ohne die Einbeziehung und Mitwirkung von Migranten keine dauerhaft funktionsfähige Bürgergesellschaft aufbauen zu können, hat den vhw zur Beteiligung an einer von mehreren Auftraggebern aus Politik und Institutionen getragenen Sinus-Studie veranlasst. In zwei Stufen, einer qualitativen Leitstudie und einer repräsentativen Quantifizierungsphase, wurden Wohnungsversorgung und –wünsche von Migranten, Fragen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens und die Bereitschaft zur aktiven Quartiersgestaltung ermittelt.
Entscheidend für unterschiedliche Wohnbedürfnisse oder die Integrationsbereitschaft ist nicht vorrangig der ethnisch-kulturelle Hintergrund der Migranten, sondern ihre lebensweltliche Einstellung. In den Projektphasen wurden acht Migranten-Milieus herausgearbeitet, die sich in ihren grundsätzlichen Lebens- und Werteinstellungen ebenso unterscheiden wie in ihren Wohn- oder Wohnumfeldbedürfnissen. Eine entsprechend differenzierte Betrachtung und Berücksichtigung dieser unterschiedlichen Bedarfsprofile wird künftig über Möglichkeiten und Grenzen, das heißt den Erfolg von Integrationspolitik und Stadtgestaltung mitentscheiden.
Anlässlich seines Verbandstages 2009 veröffentlicht der vhw seine Grundlagenstudie „Migranten-Milieus“.
Diese zeige, so Peter Rohland, Vorstand vhw, geradezu dramatisch, welche Integrations- und Teilhabepotenziale noch nicht ausgeschöpft werden: von der lokalen Teilhabe an der Demokratie im Stadtteil über die Teilhabe auf dem Wohnungsmarkt bis hin zur kulturellen Integration. Diese zusätzlichen Potenziale finden sich in allen Milieus: sowohl in den statusschwachen und statushohen Segmenten als auch in traditionellen sowie modernen Lebenswelten. Nicht zuletzt behindern diese gebremsten Potenziale auch die kulturelle Integration.
Bei der Integration der Migranten gilt: Deutschland kann es besser machen!
Die zentralen Aussagen der Studie
Schriftenreihe Nr. 1: Migranten-Milieus (2009)