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Segregation bedeutet:
Die Studie fokussiert beim Thema Segregation ein Umdenken vom Raum zum Akteur. Sie fragt: Welche Rolle spielt der Wohnort überhaupt im Alltag der (Stadt-)Bewohner? Wie nehmen sie ihr Lebensumfeld, ihren sozialen Raum und das Leben darin wahr, wie verarbeiten und verstehen sie es? Wie gestaltet sich dabei das Zusammenleben von Migranten und Mehrheitsbevölkerung? Was fördert und hemmt Segregation? Und was sind in diesem Zusammenhang die Potenziale für und von bürgerschaftlichem Engagement?
Festzuhalten bleibt: Das Lebensumfeld erschließt sich den Bewohnern über individuelle Lebensstile und Beziehungsnetze, nicht aber über Wohnstandorte und Verwaltungsgrenzen. Dabei differenzieren die sozialen Räume vor allem nach Milieus, sowohl bei Migranten, als auch bei der Mehrheitsbevölkerung. Besonders in den modernen Milieus sind sie vom Wohnort weitgehend entkoppelt. Zuviel Bindung an Quartier oder Nachbarn ist dann weder Ziel noch Ideal. Man hält Distanz. Die räumliche Verwurzelung wird zum Auslaufmodell.
Das Umdenken vom Raum zum Akteur hat Konsequenzen für das Thema Integration. Geografische Nähe allein erzeugt keine soziale Nähe. Die Nutzung integrativer Potenziale erfordert über geografische Grenzen hinaus an den sozialen Räumen der Bewohner anzuknüpfen. Die Milieuperspektive bietet dabei differenzierte Einblicke in Gemeinsamkeiten und Integrationschancen. Besonders die Potenziale bürgerschaftlichen Engagements, die sich in allen Milieus finden (!), eröffnen hier substantielle Integrationsperspektiven.