FORSCHUNG

Update Transformationsstudie

2008 ist die Zahl der gehandelten Wohnungen auf etwa 150.000 Einheiten zurückgegangen: ein Einbruch um etwa 45 Prozent gegenüber 2007. Diese Entwicklungen erfasst die 2009 aktualisierte Transformations- studie.
Update_Studie_Juli 2009

Die Wohnangebotslandschaft nach den „Heuschrecken“.

Die in 2008 abgeschlossene Studie zur Transformation des Marktes liegt vor.
Zur Studie


Transformation der Angebotslandschaft

Finanzinvestoren am deutschen Wohnungsmarkt

Die Übernahmewelle großer öffentlicher Wohnungsbestände durch internationale Finanzinvestoren, die zwischen 2004 und 2006 ihren Höhepunkt erreichte, hat bei betroffenen Mietern, aber auch bei vielen Beobachtern Sorgen vor steigenden Mietbelastungen, sozialer Verdrängung oder ausbleibenden Instandhaltungsmaßnahmen ausgelöst. 


Das Projekt

Der vhw ist gemeinsam mit den Projektpartnern Deutscher Mieterbund und Verbraucherzentrale Bundesverband der bislang kaum beantworteten Frage nachgegangen, welche konkreten Folgen dieser Wohnungstransaktionen und der ökonomisch orientierten Geschäftspolitik der neuen Investoren für Mietenbelastung und Sozialstrukturen an entspannten Wohnungsmärkten zu beobachten sind. Möglich wurde die Auswertung durch die räumliche Verortung der Bestände, feinkörniges Datenmaterial und den Einsatz des in den letzten Jahren entwickelten Analyse-Tools. 


Ein differenziertes Ergebnis

Im Kern dokumentierte das 2008 abgeschlossene Projekt eine strikt an differenzierten Marktgegebenheiten ausgerichtete Preis- und Belegungspolitik der Finanzinvestoren. Dies schließt eine allgemeine Hochpreispolitik aus, enthält jedoch soziale oder ethnische Belegungskriterien, die entsprechend der Marktbedingungen zum Einsatz kommen. 

Verschlechterte Rahmenbedingungen, unerfüllte Renditeerwartungen und ausbleibende Angebote haben die Transaktionstätigkeit inzwischen erheblich reduziert und markieren den Übergang zu strategisch orientierten Investoren.

Entwicklungen der Transformation der Wohnangebotslandschaft

Die ersten Auswirkungen der Finanzkrise auf die Investitionstätigkeit am deutschen Wohnungsmarkt sind deutlich geworden. Im Jahr 2008 ist die Zahl der gehandelten Wohnungen auf etwa 150.000 Einheiten zurückgegangen, ein Einbruch um etwa 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wenn die einzige größere Transaktion  öffentlicher Bestände, der Verkauf der 93.000 Wohnungen der LEG Nordrhein-Westfalen, unberücksichtigt bleibt, hat es kein Verkaufspaket mit mehr als 2.500 Wohnungen mehr gegeben.

Aufgrund der ungünstigen Preis- und Finanzierungsbedingungen hat sich diese Entwicklung auch in den ersten Monaten 2009 fortgesetzt. Von einem Portfoliowachstum ist aktuell bei keinem der großen strategischen Anbieter die Rede mehr, tatsächlich übersteigen die Verkäufe durch kleinere Pakete und Einzelprivatisierungen inzwischen die Zukäufe. Zudem waren erhebliche Wertberichtigungen erforderlich, die etwa bei der Gagfah zu einem negativen Quartalsergebnis Anfang 2009 geführt haben. 

Die Entwicklungen sind in die vorliegende Aktualisierung des ersten Teils der Studie eingeflossen, die hier heruntergeladen werden kann.


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