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Nach sechs arbeitsintensiven Jahren im „Stadtumbau Ost“ und ersten Aktivitäten im „Stadtumbau West“ zeichnen sich unterschiedliche Tendenzen ab: In vielen Städten und Regionen der alten Bundesländer regiert nach wie vor das „Prinzip Hoffnung“ – demografische Veränderungen werden zwar zur Kenntnis genommen, die kommunalpolitischen Konsequenzen für die Stadtentwicklung fallen jedoch oft zögerlich aus. In den neuen Bundesländern erscheinen die Einschätzungen mitunter widersprüchlich: Erfolgsmeldungen zu steigenden Abrisszahlen auf der einen Seite und eine pessimistische Grundstimmung vieler Menschen auf der anderen.
Der Königsweg ist noch nicht gefunden, das zeigen die intensiven Erfahrungen in Ostdeutschland: Der Fokus liegt auf dem Rückbau von Plattenbauwohnungen. Die Aufwertung kommt nicht richtig in Gang. Leerstandsquoten sind in Altbaugebieten nach wie vor hoch. Stadtumbau ist bislang vor allem eine Domäne von drei Hauptakteuren: Kommunalverwaltung, Versorgungswirtschaft und (kommunalen) Wohnungsunternehmen – für die Einbeziehung privater Eigentümer fehlen noch praktikable Rezepte.
Der vhw hat sich von Beginn an im Stadtumbau engagiert: mit der Einrichtung von Arbeitskreisen, Publikationen und einem differenzierten Veranstaltungsprogramm. Das Hauptaugenmerk liegt dabei neben den städtebaurechtlichen Steuerungsmöglichkeiten auf der Entwicklung von Strategien – zur Ausgestaltung von Prozessen, zur Mobilisierung von Potenzialen und zum Ausgleich von Interessen. In diesem Zusammenhang setzt sich der vhw insbesondere für einen bürgerorientierten Stadtumbau ein.