Der Nutzen des Leitbilds

Wandel der Staatlichkeit über ein Staatsbild oder Leitbild zu führen. Wenn das Denken von Leitbildern – über den rhetorischen Gebrauch hinaus – einen Nutzen haben soll, dann muss es, wie Schuppert es auf den Punkt bringt, zweierlei leisten (Schuppert, 2005, S. 11 ff.):

 

  • Es muss sich erstens um ein Leitbild handeln, das die stattgefundenen Veränderungsprozesse im Verhältnis von Staat und Gesellschaft, also die Verschiebungen im Verhältnis von staatlichem, privatem und drittem Sektor, angemessen reflektiert (Analysefunktion) und

  • es muss zweitens ein Leitbild sein, das ein modernes Staats- und Verwaltungsverständnis auch als Reformbotschaft transportiert, und zwar gerade auch in Richtung all derer, die eine solche Reformpolitik mittragen müssen oder sollten (Politikfunktion). Bei der Überprüfung der Einlösung dieser Funktionen bei dem hier konkret umzusetzenden Leitbild Bürgergesellschaft in die Handlungsfelder Stadtentwicklung und Wohnen stellen sich demnach folgende Fragen:

  • Welches Verständnis gewandelter Staatlichkeit beschreibt das Leitbild der Bürgergesellschaft und welche Botschaften werden namentlich in die Handlungsfelder Stadtentwicklung und Wohnen transportiert?

  • Welche Konsequenzen hat dies für die Akteure?

 

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Tagungsbericht vhw-Forum "Integration und Stadtentwicklung" am 24. März 2010 in Berlin

Wie wird man bei der zunehmenden Vielfalt der Stadtgesellschaft Integration nachhaltig gewährleisten können?
Über 160 Interessierte aus Kommunen, Wirtschaft und Politik diskutierten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven im Hamburger Bahnhof, Berlin.
Mit dem Forum verfolgte der vhw seinen Auftrag, im Bereich Migration, Inte­gration und Stadtentwicklung einen Vielfalt-Dialog zu gestalten, der darauf angelegt ist, den in der Integrationsdebatte angesetzten Perspektivwechsel fortzuführen.

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