Stadtumbau und Citizenship

ein Handlungsfeld, das den Bürger – trotz großer Betroffenheit –  weitgehend „draußen vor der Tür“ lässt. Stadtumbau als eine weitgehend „geschlossene Veranstaltung“ der „großen drei“ (Kommune, Wohnungswirtschaft und Infrastrukturträger) ist ein Befund, der sich auch in dem Evaluationsbericht des Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost vom Mai 2008 wiederfindet: „Die Mitwirkungsmöglichkeiten sowie die Instrumente zur Beratung von Bürgerinnen und Bürgern im Stadtumbauprozess sind zu intensivieren (…) Dies gilt in Bezug auf die Bürgerbeteiligung im Allgemeinen wie auch in Bezug auf die Beteiligung bestimmter Gruppen, wie etwa den Privateigentümern.“ Bürger sind letztlich vor allem Adressaten dieser Politik, keine gleichberechtigten Verhandlungspartner und in der Regel höchstens am Ende von Entscheidungsprozessen beteiligt, also angesichts bereits bestehender Beschlusslagen. Hier liegt der Ansatzpunkt des Projektes. Ziel ist es, im Bereich Stadtumbau eine neue Verantwortungsteilung der Akteure zu initiieren mit dem zentralen Anliegen, die viel bemühte „Augenhöhe des Bürgers“ in den anstehenden Entscheidungsprozessen Wirklichkeit werden zu lassen. Im Schwerpunkt wird es in diesem Projekt um die Klärung folgender Fragestellungen gehen:

 

  • Welchen Einfluss übt das Konzept des Public Value Managements auf die Governance-Strukturen des Politikfeldes Stadtumbau aus?

  • Welche bürgerorientierten Beteiligungsmodelle sind auf Basis des Public Value Managements im Politikfeld Stadtumbau denkbar?

  • Welche Zugänge und Barrieren existieren auf Seiten der Beteiligten (Politik, Verwaltung, Versorger, Wohnungswirtschaft und Bürger)?

  • Was ist im Politikfeld Stadtumbau der gemeinwohlspezifische Mehrwert des Public Value Managements?

  • Wie lässt sich dieser Mehrwert messen?

 

Ob und wie das Leitbild Bürgergesellschaft in der Wirklichkeit ankommt, insbesondere ob und wie die Akteure sich auf dieses Leitbild einlassen – das sind Fragen, auf die der vhw mit seiner Arbeit in der nächsten Zeit Antworten sucht und findet (?)!

 

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Tagungsbericht vhw-Forum "Integration und Stadtentwicklung" am 24. März 2010 in Berlin

Wie wird man bei der zunehmenden Vielfalt der Stadtgesellschaft Integration nachhaltig gewährleisten können?
Über 160 Interessierte aus Kommunen, Wirtschaft und Politik diskutierten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven im Hamburger Bahnhof, Berlin.
Mit dem Forum verfolgte der vhw seinen Auftrag, im Bereich Migration, Inte­gration und Stadtentwicklung einen Vielfalt-Dialog zu gestalten, der darauf angelegt ist, den in der Integrationsdebatte angesetzten Perspektivwechsel fortzuführen.

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