"Wohnungspolitik im Umbruch – Regionalisierung der Wohnungspolitik im aktivierenden Staat"

Die Entwicklungsgeschichte des vhw-Positionspapiers

Seit seiner Mitgliederversammlung 2003 hat der vhw in seinem Zielkatalog des § 3 seiner Satzung folgende Regelungen aufgenommen: Der Verband dient
„… Zwecken zur Verbesserung … der Beziehungen zwischen den Akteuren auf dem Wohnungsmarkt, insbesondere durch Stärkung der Souveränität des Bürgers…“.
Diese Satzungsänderung trägt dem Perspektivwechsel Rechnung, für den sich der vhw seit seiner Forderung nach „Konsumentensouveränität“ auf dem Verbandstag in Weimar 1999 auf den Wohnungsmärkten eingesetzt. Nicht mehr der Investor, der Stadtplaner, der Architekt, der Wohnungspolitiker des Bundes und der Länder, der Bewilligungsreferent im Ministerium soll definieren, wie gewohnt werden soll, sondern der Bürger als Konsument am Wohnungsmarkt.

Dem 1999 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellten Perspektivwechsel ging im Verband die Einsicht voraus, dass die vielfältigen Veränderungsprozesse den Bürger in den Mittelpunkt einer Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik gestellt haben. Diese Einsicht wurde auch von der Bundesregierung geteilt, wenn sie in ihrem städtebaulichen Bericht feststellt, dass „das Engagement der Bürgerinnen und Bürger (eine) unverzichtbare Voraussetzung auf dem Weg der Stadt der Zukunft ist“ und dies mit der Forderung verknüpft, dass Mitgestaltung und Mitbestimmung in der Stadtentwicklung zunehmen müssen.

Entscheidend war daher, dass der Bürger unter Mitwirkung der anderen Marktbeteiligten befähigt wird, auch in dem Handlungsfeld Wohnen eine teilhabende Rolle als Nachfrager anzunehmen und auszufüllen. Mit dem Ziel, die Voraussetzungen für das Einlösen des Leitbildes Bürgergesellschaft zunächst auf dem Wohnungsmarkt auszuloten, wurde vom vhw bereits 1997 unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Nordalm, eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eingerichtet. Die Ergebnisse wurden in dem 1999 veröffentlichten Projektbericht „Mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt – Die Konsumentensouveränität als Beitrag einer neuen Beziehung zwischen Anbieter und Nachfrager“ vorgestellt. 


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