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Lokale Demokratie


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Die repräsentative Demokratie steht heute vor großen Herausforderungen.
Im Zuge des gesellschaftlichen Wandels können viele wichtige Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung nur noch im internationalen Zusammenhang gelöst werden. Konstatiert werden in Folge ein Machtverlust gegenüber supranationalen Strukturen, ein Vertrauensverlust der Bürgerinnen und Bürger in die politische Handlungs- und Problemlösungskompetenz, ein Verlust der Bindekraft der Volksparteien und eine rückläufige Beteiligung mehr



Zwei Zugänge

Demokratische Deliberation

In der repräsentativen Demokratie treffen gewählte Volksvertreter in den Parlamenten die Entscheidungen. Dem ist eine hohe Legitimation beizumessen, es bleiben in der Diskussion aber auch Stimmen ungehört. Deliberation im Sinne von „Beratschlagung“ kann hierbei die repräsentative Demokratie sinnvoll ergänzen. Es geht also um öffentliche Beratung wichtiger Fragen unter Beteiligung der gesamten Gesellschaft – qualitativ hochwertig, gleichberechtigt und fair. Im offenen, sachlichen Austausch von Argumenten soll "die bessere Entscheidung" vorbereitet und anschließend im Parlament verbindlich beschlossen werden. Mit seinen deliberativen Dialogen setzt der vhw diese Ansprüche in der Praxis um. mehr

Deliberative Dialoge

Kommunikation

Gesellschaftliche Inklusion

Unser Anspruch an Dialoge zur Stadtentwicklung im Sinne der demokratischen Deliberation ist es, alle legitimen Bürgergruppen und Interessen gleichgewichtig einzubinden und mit den Dialogen gangbare Brücken der Kommunikation zur ganzen Stadtgesellschaft zu schlagen. Allerdings werden viele Beteiligungsverfahren nur von Teilen der Gesellschaft angenommen, meist von gut gebildeten, sozial bessergestellten Kreisen, während Junge, sozial Schwache und Zugewanderte oft außen vor bleiben. Versteht man gesellschaftliche Inklusion, also die demokratische Teilhabe der ganzen Gesellschaft, als ein zentrales Kriterium demokratischer Legitimation, so drohen klassische Beteiligungsformen häufig an dieser Hürde zu scheitern. mehr

Netzwerkforschung


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AKTUELLES

Juli 2017: vhw-Forschungsvorhaben: Der Beitrag von Bürgerbeteiligung zu Integrierter Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Reurbanisierung, Binnenwanderung und internationale Migrationsbewegung haben in vielen deutschen Großstädten zu Engpässen auf dem Wohnungsmarkt geführt. Zwar fließt seit der Weltfinanzkrise verstärkt internationales Kapital in den deutschen Wohnungssektor. Die dabei entstehenden Wohnungen zielen aber meist auf höhere Einkommensgruppen. Kurzbeschreibung des Vorhabens


April bis Juni 2017: Neue Gutachten zum Thema "Stärkung der lokalen Demokratie"! Mit Fertigstellung der noch unveröffentlichten Gutachten von Prof. Gary Schaal über "Deliberative Systeme I und II" sowie Prof. Gunnar F. Schuppert zu "Good Urban Governance. Aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven lokaler Demokratie" findet der Forschungszyklus zur demokratischen Deliberation und deren Einordnung in aktuelle "Governance-Konzepte" einen vorläufigen Abschluss. Für 2018 ist die abschließende Zusammenführung der verschiedenen Grundlagenstudien, Gutachten und empirischen Projekterfahrungen vorgesehen, die in fünf Jahren Städtenetzwerk zur Stärkung der lokalen Demokratie zusammen mit den beteiligten Gutachtern und Städten erarbeitet, vor Ort umgesetzt und extern evaluiert wurden.


Oktober 2016: Starke lokale Demokratie: Leitlinien für eine hochwertige, inklusive Bürgerbeteiligung
Die vhw werkSTADT Nr. 8
reflektiert die erfolgreichen Verfahren der Bürgerbeteiligung im Rahmen des Städtenetzwerks und leitet daraus zehn Leitlinien ab, für hochwertige, inklusive Beteiligungsverfahren.


September 2016: Mit dem Entwicklungskonzept "Sprung über die Elbe" hat die Freie und Hansestadt Hamburg das Ziel formuliert, mehrere tausend neue Wohnungen auf den Elbinseln zu errichten. In den nachfolgenden Städtebau-Wettbewerben zur Konkretisierung dieser Bauvorhaben konnten trotz strenger Wettbewerbsrichtlinien innovative Beteiligungsschritte realisiert werden. In einem Workshop von vhw, Bürgerhaus Wilhelmsburg, IBA Hamburg und Bezirk Mitte wurden die dabei erzielten Erfolge reflektiert und ausgewertet.
Zum Hamburger Projekt im Städtenetzwerk


August 2016: Bürgerorientierte Quartiersentwicklung in der "Sozialen Stadt".
Die vhw werkSTADT Nr. 7
stellt zwei Dialogprojekte in Berlin-Neukölln vor, wie Bezirk, Quartier und Bürger mit Unterstützung des vhw Dialogprozesse mit dem Anspruch, fair und gleichberechtigt zu sein, umgesetzt haben.


April 2016: Vortrag von Dr. Thomas Kuder, vhw, zum Thema "Städtische Identität" im Rahmen des Projekts "Vielfalt in den Zentren von Klein- und Mittelstädten".