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Baden-Württemberg: 8,8 Millionen Euro für energieeffiziente Wärmenetze

April 2017

Abbildung Windkraft und Solarthermie
© K.-U. Haessler - Fotolia.com

Das seit Februar 2016 bestehende Förderprogramm "Energieeffiziente Wärmenetze" soll Investitionen in zukunftsfreundliche Wärmenetze anreizen. Das Programm ist auf sechs Jahre angelegt und hat ein Fördervolumen von insgesamt 8,8 Millionen Euro. Es richtet sich an Kommunen und Investoren, die ein Wärmenetz planen oder sich dabei engagieren wollen. Die ersten drei Zuwendungsbescheide der aktuellen Antragsrunde sind nun versandt.

Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller: "Wärmenetze sind aufgrund ihrer Flexibilität ein wichtiger Baustein der Energiewende. Sie können sowohl Wärme aus erneuerbaren Quellen wie Biomasse, Solarthermie oder Geothermie aufnehmen als auch Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen oder Abwärme aus Gewerbe und Industrie. Damit können Wohnungen, kommunale Gebäude, Gewerbebetriebe oder Industrieanlagen beheizt werden. Die nun geförderten Investitionen in energieeffiziente Wärmenetze leisten einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer nahezu klimaneutralen Wärmeversorgung im Land." Ziel der Landesregierung sei es, den Anteil erneuerbarer Wärme von heute 14 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 21 Prozent zu erhöhen.

Untersteller wies darauf hin, dass der größte Anteil der gesamten Endenergie im Land für Heizen und warmes Wasser verbraucht werde: "Die Wärmeerzeugung ist für mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Heizung und Warmwasserbereitung verursachen ein Drittel der deutschen Treibhausgasemissionen. Um unsere Klimaschutzziele erreichen zu können, müssen wir unser Augenmerk verstärkt auf den Wärmesektor richten."

Auftaktkongress "EnergieRegion – Effiziente Wärmenetze" am 7. April
Am 7. April 2017 findet in Villingen-Schwenningen der Auftaktkongress "EnergieRegion – Effiziente Wärmenetze" statt. Dort können sich Interessierte über die Grundlagen für die Wärmeversorgung der Zukunft und bestehende Förderprogramme informieren. Quelle/Weitere Informationen: Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 3. April 2017