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Berlin: Fach- und Koordinationsstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt geplant– Interessenbekundungsverfahren gestartet

März 2017

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Der Bedarf für die Fach- und Koordinierungsstelle wird von vielen Akteurinnen und Akteuren aus der Antidiskriminierungsarbeit, Mieterverbänden und Stadtteilinitiativen als sehr hoch eingeschätzt. Insbesondere die ethnische Herkunft und Sprache könnten Ausgrenzungen und Benachteiligung auf sich ziehen, so die Senatsverwaltung. Das Risiko einer Benachteiligung werde durch eine sichtbare Religionszugehörigkeit nochmals deutlich erhöht. Die Fach- und Koordinationsstelle soll auch Menschen helfen, die aufgrund von Familien- und sozialem Status, Alter oder Behinderung Diskriminierung erfahren. In der aktuellen Situation seien auch geflüchtete Menschen und Projekte, die sich für sie einsetzen, einem hohen Diskriminierungsrisiko ausgesetzt. Die angespannte Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt verschärfe diese Probleme, machte die Senatsverwaltung deutlich.

Mit den zu vergebenden Fördermitteln soll die existierende Beratungsinfrastruktur um eine Fach- und Koordinationsstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt ergänzt und ein kooperativ angelegtes Interventionssystem etabliert werden. Träger mit den erforderlichen Kompetenzen und Erfahrungen, vor allem im Handlungsfeld der Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, haben bis zum 20. März 2017 die Möglichkeit, sich für die Förderung zu bewerben. Quelle: Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung vom 1. März 2017

Weitere Informationen: Eine Studie zu Interventionsmöglichkeiten gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, die Ausschreibung und das Bewerbungsformular finden Sie auf: http://www.berlin.de/lb/ads/beratung/diskriminierung/wohnungsmarkt/artikel.566259.php