Logo Bundesverband für Wohnen und StadtentwicklungNachricht

Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Reform des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) legt Abschlussbericht vor

August 2019

© Jakub Jiirsak.fotolia

Auf ihrer Frühjahrskonferenz im Juni 2018 hatten die Justizministerinnen und Justizminister der Länder beschlossen, eine länderoffene Arbeitsgruppe zur Reform des WEG einzurichten. Die Leitung der Arbeitsgruppe erfolgte gemeinsam durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und durch das Bayerische Staatsministerium der Justiz.

Die Arbeitsgruppe hat den Reformbedarf des WEG geprüft, insbesondere durch welche gesetzgeberischen Maßnahmen der bestehende Sanierungsstau bei Wohnungseigentumsanlagen beseitigt werden kann. Ziel ist unter anderem die leichtere Sanierung und Modernisierung von Wohnungseigentumsanlagen. Besonderes Augenmerk legte die Arbeitsgruppe auf die Förderung der Elektromobilität und die Barrierefreiheit des Wohnens. Außerdem wurde geprüft, wie eine effizientere Verwaltung des Gemeinschaftseigentums erreicht werden kann.

Zu dem am 27. August 2019 vorgestellten Abschlussbericht der Arbeitsgruppe erklärte Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz: "Wohnungseigentum muss zukunftsfest und praktikabel sein. Wir werden bauliche Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität erleichtern. Eigentümer und Mieter brauchen ein Recht auf Einbau von Ladestationen. Nur mit flächendeckender Ladeinfrastruktur wird die Wende zur Elektromobilität gelingen." Um die Handlungsfähigkeit von Eigentümerversammlungen zu verbessern, sei zudem geplant, die Anforderungen an ihre Beschlussfähigkeit zu senken und die Möglichkeiten der Digitalisierung für die Teilnahme zu nutzen. Auf Grundlage des Abschlussberichts soll bis Ende 2019 ein Gesetzentwurf erarbeitet werden. Quelle/Weitere Informationen: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Pressemitteilung vom 27. August 2019

Veranstaltungstipp