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Bundesregierung sieht keine flächendeckenden Gefährdungen des Trinkwassers

Februar 2019

Trinkwasser
© LUCKAS.Fotolia

Nach Darstellung der Bundesregierung bestehen nach derzeitigem Erkenntnisstand "jetzt und absehbar keine flächendeckenden Gefährdungen" des Trinkwassers. Dies geht aus einer Antwort (BT Drs. 19/7007) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (BT Drs. 19/6433) hervor. Die Grünen hatten darin die "Folgen zunehmender Gewässerverunreinigungen für die Trinkwasserversorgung" thematisiert.

Auf die Frage, wie die Bundesregierung mittel- bis langfristig die Gefahr von Engpässen in der Trinkwasserversorgung in Deutschland aufgrund von Trockenheit und Hitze in Folge der Klimakrise bewertet, weist diese auf den Bericht der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) hin. Demzufolge wird in Deutschland bis zum Jahr 2050 ein Trend zu Abnahme der Grundwasserneubildung erwartet. Es existiere jedoch eine hohe regionale Variabilität der Grundwasserneubildungsraten, so dass sich lokal keine detaillierten Vorhersagen ableiten ließen. Laut dem Climate Service Center Germany (GERICS, Bericht 29, "Der Einfluss des Klimawandels auf die terrestrischen Wassersysteme in Deutschland") weisen lokale Regionen im ländlichen Raum, in Mittelgebirgsregionen sowie Regionen mit dezentralen Wasserversorgungsstrukturen die größte Vulnerabilität gegenüber länger andauernden Trockenperioden auf, da dort der Trinkwasserversorgung im Regelfall nur eine Art der Wasserressource zur Verfügung steht. Regionale Engpässe seien damit unter ungünstigen Randbedingungen nicht auszuschließen, könnten aber durch entsprechende Maßnahmen kompensiert werden. Quelle: hib Nr. 76/2019 vom 22. Januar 2019 / BT Drs. 19/7007

Publikationen des Umweltbundesamtes:

Daten zum Auftreten von organischen Mikroverunreinigungen: