Logo Bundesverband für Wohnen und StadtentwicklungNachricht

Dritter Bericht über die Wohnungs - und Immobilienwirtschaft sowie Wohngeld- und Mietenbericht 2016 beschlossen

Juli 2017

Foto vom Mietwohnungsbau
© SyB/Fotolia

Das Bundeskabinett hat am 5. Juli 2017 den Dritten Bericht über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zusammen mit dem Wohngeld- und Mietenbericht 2016 beschlossen (Bericht-Download).

Von 2012 bis 2016 stiegen laut Bericht die Angebotsmieten im Durchschnitt um insgesamt 16 Prozent an. Die Dynamik auf den Wohnungsmärkten in den größten Städten, vielen Universitätsstädten und in städtisch geprägten Regionen hält demnach weiter an.  Mit über 375.000 genehmigten Wohnungen im Jahr 2016 und voraussichtlich mehr als eine Million fertiggestellter Wohnungen sei es jedoch gelungen, eine Trendumkehr anzustoßen, meint Bundesbauministerin Barbara Hendricks.

Hendricks: "Deutschland ist noch lange nicht fertig gebaut. Bis 2020 benötigen wir mindestens 350.000 neue Wohnungen pro Jahr. Damit die Wohnungen auch bezahlbar sind, muss der Bund beim sozialen Wohnungsbau auch nach 2019 in der Verantwortung bleiben. Die Bereitstellung bezahlbarer Wohnungen ist eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit."

Wie der Regierungsbericht zeige, entwickle sich Bauland zum entscheidenden Engpassfaktor. Um eine verbilligte Abgabe der Liegenschaften des Bundes zu beschleunigen, hat das Bundeskabinett auch beschlossen, die Verbilligungsrichtlinie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hinsichtlich des erforderlichen Nachbesserungsbedarfs zu überprüfen. "Der Staat muss bei der Bereitstellung von Bauland voranschreiten. Wir benötigen günstige Grundstücksflächen für die Schaffung von Wohnungen, insbesondere auch im sozialen Wohnungsbau" so Hendricks abschließend. Quelle/Weitere Informationen: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit vom 5. Juli 2017