Logo Bundesverband für Wohnen und StadtentwicklungNachricht

EU: Deutschland schließt als erster EU-Staat die Notifizierung des elektronischen Identitätsnachweises (eID) ab

Oktober 2017

EU Europa
© Sven Hoppe/Fotolia

Deutschland hat als erster EU-Mitgliedstaat am 27. September 2017 die Notifizierung des elektronischen Identitätsnachweises (eID) abgeschlossen. EU-weit digital ein Gewerbe anmelden, die Steuern erklären, sich  immatrikulieren oder das Auto anmelden –  dies ist nun möglich. Alle EU-Mitgliedstaaten sind ab September 2018 verpflichtet, ihre eigenen Verwaltungsverfahren für die deutsche Online-Ausweisfunktion zu öffnen.

Die EU-Kommission begrüßte die Notifizierung und fordert, dass auch alle anderen EU-Mitgliedstaaten elektronische Identifikationsmittel nutzen. Im digitalen Binnenmarkt ist die Notifizierung erforderlich, damit nationale eIDs in allen Mitgliedstaaten anerkannt und genutzt werden können. Die  Mitgliedstaaten können zwar frei entscheiden können, ob sie ihre eIDs notifizieren. Aber sie müssen alle eIDs anderer Mitgliedstaaten anerkennen, die bereits notifiziert wurden.

Sobald eIDAS voll funktionsfähig ist, werden EU-Bürger und Unternehmen die Wahl haben, die eID für den Zugang zu digitalen öffentlichen Diensten in anderen Mitgliedstaaten zu nutzen. Auch die  private Wirtschaft kann mit den Regeln der eIDAS-Verordnung eID-Systeme grenzüberschreitend einsetzen.

Mit der eIDAS-Verordnung sollen die Identifizierungssysteme interoperabel und somit die Identifizierung für grenzüberschreitende Verwaltungsdienstleistungen EU-weit erheblich vereinfacht werden. Quelle/Weitere Informationen: Pressemitteilung der EU-Kommission vom 27. September 2017