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vhw-Projekt bei Morgenstadt Werkstatt 2020 für digitale Zukunftskommunen

April 2020

©Rawpixel.com.AdobeStock

Anfang März fand die Morgenstadt Werkstatt 2020 - Innovationsfestival für digitale Zukunftskommunen in Stuttgart statt. Die Veranstaltung der Digitalakademie Baden-Württemberg beförderte den Austausch zwischen kommunalen Akteuren und Unternehmen, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen zu finden. Diese Gelegenheit haben Rebecca Nell und Fatma Tek vom Fraunhofer IAO Stuttgart genutzt, um die ersten Zwischenergebnisse des vhw-Forschungsprojektes „BürgerInnen als Freunde - Potenziale von Sozialen Medien in der öffentlichen Verwaltung“ in einem Workshop kommunalen Vertreterinnen und Vertretern vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. 

Im Fokus der Reflexion standen vor allem Fragen der Umsetzung von öffentlichen Social Media-Auftritten. Diskutiert wurden z. B. die sich ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen, personelle und zeitliche Ressourcen, hierarchische Verwaltungsstrukturen, relevante Themen und Inhalte für Social Media-Kanäle sowie der Umgang mit unsachlichen Kommentaren, Shitstorms und Hatespeech. Nicht zuletzt brachte die sich abzeichnende Verbreitung des Corona-Virus die Diskussion auch auf den Nutzen Sozialer Medien für die kommunale Krisenkommunikation, die eine Teilnehmerin wie folgt zusammenfasste: „Bespaßen für den Ernstfall.“ Das verweist auf die Notwendigkeit, sich mit unbeschwerten Inhalten eine Community aufzubauen, um im Krisenfall eine möglichst hohe Reichweite für die Verbreitung von Informationen zu haben.


Forschungsprojekt „BürgerInnen als Freunde?“ gestartet!

Mai 2019: Der vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) mit der Durchführung des Forschungsprojektes „BürgerInnen als Freunde? - Potenziale von Sozialen Medien in der öffentlichen Verwaltung“ beauftragt. Ziel des Projektes ist es, im Rahmen von Gesprächen mit Expertinnen und Experten, einer Social Media-Analyse und der Befragung von Bürgerinnen und Bürgern herauszufinden, wie sich das Verhältnis zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Kommunen durch eine dialogoffene Verwaltung und responsive Kommunikation verändert. Im Fokus der Untersuchung steht die Herstellung von Transparenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Anhand von vier auszuwählenden Fallstudien soll zudem untersucht werden, wie die aktive Nutzung von Sozialen Medien in Verwaltungen noch besser gelingen kann.


Forschungsprojekt "Bürgerinnen und Bürger als Freunde? Potenziale von sozialen Medien in der öffentlichen Verwaltung" ausgeschrieben

Februar 2019: Ziel des ausgeschriebenen Forschungsprojekts ist es, zum einen die Praxis einer aktiven Nutzung von Sozialen Medien durch Kommunen zu analysieren und herauszuarbeiten, welcher Umgang und welche Lösungen für die vorgenannten Herausforderungen in der Umsetzung gefunden wurden. Hierbei sind u. a. die Zuständigkeiten, (veränderten) Organisationsstrukturen, Abstimmungsprozesse und Social Media-Guidelines in den Blick zu nehmen. Zum anderen soll die Wirkung einer "dialogoffenen Verwaltung" auf das Verhältnis zwischen Bürgerinnen, Bürgern und Kommunen – vor allem hinsichtlich der Herstellung von Transparenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit – untersucht werden.

Projektinformation

Projektleitung

Dr. Anna Becker
Tel. 030 3900473-255
E-Mail: abecker@vhw.de