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Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin veröffentlicht Ergebnisse der Bodenrichtwertberatungen

Februar 2017

©momanuma.fotolia.com

Berlin verzeichnete auch im vergangenen Jahr einen starken Bevölkerungsanstieg. Dies wirkt sich positiv auf die Berliner Wirtschaft aus und sorgt aber gleichzeitig auch für einen steigenden Druck auf dem Wohnungsmarkt. Günstige Zinsniveau und fehlende Anlagemöglichkeiten verschärfen die Situation auf dem Immobilienmarkt zusätzlich.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen nutzt deshalb alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um einen Beitrag zur Begrenzung der Bodenspekulation zu leisten und dämpfend auf die Steigerung der Bodenwerte einzuwirken. Wichtige Maßnahmen in diesem Zusammenhang sind die Baulandentwicklung nach dem Berliner Modell sowie die Ausweitung des sozialen Erhaltungsrechtes. Derzeit gibt es in Berlin 33 sogenannte Erhaltungsgebiete (Milieuschutzgebiete) in sechs Bezirken. Hier leben rund 520.000 Personen in 282.000 Wohnungen. In diesen Gebieten bedürfen Modernsierungen und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen einer zusätzlichen Genehmigung. "So werden Luxusmodernisierungen und eine damit verbundene Verdrängung von Mieterinnen und Mietern mit geringen Einkommen verhindert", erklärt Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen. "Die Zahl der Gebiete soll künftig weiter erhöht werden. Berlin engagiert sich zudem im Bundesrat für verbesserte Regelungen des Baugesetzbuchs bei Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen."
Quelle: Landespressedienst vom 23.02.2017, Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen