Logo Bundesverband für Wohnen und StadtentwicklungNachricht

KfW-Kommunalpanel 2018: Wachsende Investitionsbedarfe und begrenzte Kapazitäten

Juni 2018

© NAN.Fotolia

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat am 19. Juni 2018 das KfW-Kommunalpanel 2018 vorgestellt. Die jährliche Befragung der Kämmereien weist auf steigende Investitionsbedarfe und begrenzte Investitionskapazitäten für die deutschen Kommunen hin. Trotz guter ökonomischer Rahmenbedingungen steigt dadurch der wahrgenommene Investitionsrückstand auf 159 Mrd. Euro. Vielfältige Herausforderungen werden deutlich, vor denen die Kommunen stehen. Den höheren Investitionsrückständen stehen vielerorts aber auch mehr kommunale Einnahmen gegenüber. In solchen Kommunen könnte der Investitionsrückstand über höhere Investitionen mittelfristig wieder abgebaut werden. Die Befragung der Kommunen im KfW-Kommunalpanel 2018 zeigt deshalb auch, dass viele Kämmereien zuversichtlich sind, die Investitionsrückstände gerade bei Schulen und Kitas in den nächsten Jahren wieder zu verringern. Bei Straßen hingegen, wo die unterlassene Instandhaltung der letzten Jahre besonders spürbar ist, rechnen die meisten Kommunen weiterhin mit einer angespannten Lage.

 "Wenn finanzschwache Kommunen nicht angemessen auf steigende Bedarfe reagieren können, öffnet sich die Schere zwischen den Regionen weiter. Hier müssen politische Lösungen die Investitionsfähigkeit der betroffenen Kommunen wieder langfristig verbessern", stellt KfW-Chefvolkswirt Dr. Zeuner fest. Die politische Aufgabe bleibe also, die Investitionsfähigkeit der Kommunen strukturell zu stärken, um eine gute Infrastruktur in allen Teilen des Landes zu gewährleisten.

Das KfW-Kommunalpanel wird seit 2009 im Auftrag der KfW vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) erstellt. Es handelt sich um die größte, regelmäßige Befragung von Kämmerern in kreisfreien Städten, Landkreisen und kreisangehörigen Gemeinden mit mehr als 2.000 Einwohnern in Deutschland. Kernpunkte der Befragung sind die kommunale Finanzlage, die Investitionstätigkeit und deren Finanzierung. Quelle: Pressemitteilung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vom 19. Juni 2018 / Weitere Informationen zum KfW-Kommunalpanel