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Mieterstrom aus Solaranlagen soll noch in diesem Jahr förderfähig werden

April 2017

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Das Bundeskabinett hat am 26. April 2017 den vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegten Gesetzentwurf zur Förderung von "Mieterstrom" beschlossen. Danach soll die Versorgung von Mietern mit selbst erzeugtem Solarstrom künftig stärker gefördert und damit der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf Wohngebäuden vorangetrieben werden.

Damit wird Mieterstrom aus Photovoltaik-Anlagen voraussichtlich noch in diesem Jahr förderfähig werden. Als Mieterstrom wird Strom bezeichnet, der in einem Blockheizkraftwerk oder in einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Wohngebäudes erzeugt und an Letztverbraucher (insbesondere Mieter) in diesem Wohngebäude geliefert wird.

Die Höhe des Mieterstromzuschlags hängt von der Größe der Solaranlage und dem Photovoltaik-Zubau insgesamt ab und liegt voraussichtlich zwischen 3,8 Cent/kWh und 2,75 Cent/kWh. Der von den Mietern nicht verbrauchte Strom wird ins Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist und vergütet. Das Potenzial für Mieterstrom umfasst nach einem Gutachten, welches das Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hat, bis zu 3,8 Millionen Wohnungen.

Gleichzeitig soll der Gesetzentwurf sicherstellen, dass der Mieter seinen Stromanbieter weiterhin frei wählen kann und von einer Förderung auch tatsächlich profitiert. Hierzu beinhaltet der Gesetzentwurf Vorgaben an die Vertragslaufzeiten, ein Verbot der Kopplung mit dem Mietvertrag und eine Preisobergrenze für Mieterstrom. Quelle/Weiter Informationen: Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministerium vom 26. April 2017

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