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Radwegeprogramm für 2020 in NRW vorgestellt – 12,4 Millionen Euro für Radwegebau an Landesstraßen, auf stillgelegten Bahnstrecken und Bürgerradwege

Juli 2020

Fahrradschnellweg
© salajean.Fotolia

Im Radwegebauprogramm 2020 stellt das Land insgesamt 12,4 Millionen zur Verfügung. Davon sind für den Radwegebau an bestehenden Landesstraßen rund 7,4 Millionen Euro vorgesehen. Für drei Radwegeprojekte auf stillgelegten Bahnstrecken mit einer Gesamtlänge von 20,8 km stehen in 2020 rund 1,5 Mio. Euro zur Verfügung. 3,5 Millionen Euro stehen für 17 Bürgerradwegeprojekte mit einer Gesamtlänge von 18,6 km bereit.

Zusätzlich zu den Mitteln für den Radwegebau an Landesstraßen, auf stillgelegten Bahnstrecken und Bürgerradwegen stellt das Land in diesem Jahr weitere 34,85 Millionen Euro im Rahmen anderer Programme zur Verfügung:

  • Für die Förderung des kommunalen Radwegebaus sind 17,1 Millionen Euro eingeplant,
  • für Radwege an Bundesstraßen 8,5 Millionen Euro
  • für Planung und Bau von Radschnellwegen in der Baulast des Landes 9,25 Millionen Euro.

Für den Bau der Radwege an bestehenden Landesstraßen entscheiden die Regionalräte bei den Bezirksregierungen auf Vorschlag des Landesbetriebes Straßenbau NRW, mit welcher Dringlichkeit und in welcher Reihenfolge die einzelnen Projekte umgesetzt werden. Informationen zur Projektliste können bei den Geschäftsstellen der Regionalräte abgefragt werden.

Radwege-Projekte, die mit einer niedrigen Dringlichkeit eingestuft werden, können über das Modellprojekt "Bürgerradwege" beschleunigt werden. Dabei sind neben Land und Gebietskörperschaft auch Bürger am Bau der Radwege beteiligt, die ihr Projekt unter anderem finanziell oder durch "Hand- und Spanndienste" unterstützen. Bei Bürgerradwegen können Ausbaustandards reduziert werden. Insgesamt lassen sich diese Radwege so kurzfristiger und kostengünstiger realisieren. Seit 2005 sind durch dieses Modell rund 350 km Radwege entstanden. Zahlreiche Vereinbarungen für die beabsichtigten Bürgerradwege mit den Städten und Gemeinden sind bereits vorabgestimmt und sollen kurzfristig abgeschlossen werden. Quelle/Weitere Informationen: Ministeriums für Verkehr NRW, Pressemitteilung vom 28. Juli 2020