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Untersuchung des BBSR: Wohnungsmieten steigen weiter – Schere zwischen Stadt und Land geht weiter auseinander

August 2017

Foto Wohnungsneubauten
© Anselm Baumgart/Fotolia

Die Neuvertragsmieten für Wohnungen sind deutschlandweit im 1. Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent gestiegen – auf 7,90 Euro pro Quadratmeter (nettokalt). Den größten Preisanstieg verzeichneten Großstädte über 500.000 Einwohner. Dort legten die Mieten aus Neu- und Wiedervermietung um 5,6 Prozent auf 10,39 Euro pro Quadratmeter zu. Das geht aus einer Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und RaumforschunG (BBSR) hervor.

Die Großstädte mit weniger als 500.000 Einwohnern verzeichneten ein Plus von 4 Prozent auf durchschnittlich 7,55 Euro pro Quadratmeter. Die städtischen Kreise – häufig Umlandkreise der Großstädte – entwickelten sich mit Mietensteigerungen von 3,7 Prozent auf 7,41 Euro pro Quadratmeter vergleichbar. In den ländlichen Kreisen legten die Mieten um 3,4 Prozent auf 6,03 Euro pro Quadratmeter zu.

Spitzenreiter bei den Neuvertragsmieten bleibt München. In der bayerischen Landeshauptstadt wurden Wohnungen im ersten Halbjahr 2017 durchschnittlich für 16,40 Euro pro Quadratmeter angeboten. Es folgen Frankfurt am Main (12,95 Euro), Stuttgart (12,44 Euro), Freiburg (11,82 Euro), Ingolstadt (11,21 Euro) und Hamburg (11,02 Euro). Wohnungssuchende abseits der Ballungsräume müssen dagegen weitaus weniger tief in die Tasche greifen. So wurden in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Wunsiedel Wohnungen im Schnitt für unter 4,40 Euro pro Quadratmeter angeboten.

BBSR-Wohnungsmarktexperte Matthias Waltersbacher: "Die Schere bei den Wohnungsmieten geht deutschlandweit immer noch weiter auseinander. In den Ballungsräumen treiben die Nachfrage, der Wettbewerb um knappes Bauland und damit verbundene hohe Grundstückspreise weiter die Preise. Ganz anders dagegen in vielen ländlichen Gebieten: Dort bleiben die Mieten erschwinglich und werden auch weiterhin nur moderat steigen." Quelle/Weitere Informationen: Pressemitteilung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und RaumforschunG (BBSR) vom 18. August 2017