Logo Bundesverband für Wohnen und StadtentwicklungKongressprogramm 14. Mai 2020

Qualität und Vielfalt Lokaler Demokratie


Die Panels beim Kongress am 14. Mai 2020 in Berlin (Urania)

Inhalte und Impulsgeber

Panel 1 "Möglichkeiten und Grenzen inklusiver Bürgerbeteiligung"

Moderation: Dr. Frank Jost, vhw e. V.

Referenten:
Prof. Dr. Gary S. Schaal, Dr. Thilo Lang, Prof. Dr. Roland Roth

Bürgerbeteiligung ist heute so populär und verbreitet wie nie zuvor. Allerdings reproduziert sie oftmals politische Ungleichheit, z.B. durch verzerrte Repräsentativität. Für bestimmte Teile der Bevölkerung und in bestimmten, der Peripherisierung unterliegenden Regionen ist der kommunikative Faden zwischen Regierenden und Regierten dünn geworden. In Folge kommt es zu Vertrauensverlusten, Resignation und Rückzug bis hin zur Abwendung von der Demokratie. Betroffen sind vor allem jene Teile der Bevölkerung, die schwer oder gar nicht für Mitwirkungsprozesse gewonnen werden können. Dazu gehören Migrantinnen und Migranten, sozial Benachteiligte, die ländliche Bevölkerung und die bürgerliche Mitte der Gesellschaft.

Panel 2 "Vom bürgerschaftlichen Engagement zum Stadtakteur" 

Moderation: Sebastian Beck, vhw e. V.

Rferentin und Referenten:
Prof. Dr. Klaus Selle und Dr. Jascha Rohr, Diskussion mit Kirsten Klehn, Tobias Bäcker, David Morsi,
Neele Reimann-Phillips, Matthias Heskamp

Viele neue Akteure prägen heute zunehmend mehr das lokalpolitische Handlungsfeld und können als lebendige Zivilgesellschaft ein tragfähiges Fundament bilden, nicht nur für eine Stadtentwicklung von und für alle(n), sondern auch für die kommunale Demokratie, darunter Baugruppen, Stadtmacher, neue Nachbarschaften u.v.a. Welche Rolle spielen diese Stadtakteure? Wie lassen sie sich stärken und unterstützen? Und wie können sie in Prozessen einer von allen getragenen Stadtentwicklung selbstwirksam werden?

Panel 3 "Lokale Demokratie in Quartier und Nachbarschaft"

Moderation: Dr. Anna Becker und Dr. Olaf Schnur, vhw e. V.

Referentinnen und Referenten:
Dr. Ingeborg Beer, Ulrike Milstrey, Dr. Stephanie Weiß, Dr. Patrick Oehler

Demokratische Herausforderungen beginnen oft bereits im vorpolitischen Feld des Sozialen, insbesondere in den Quartieren und Nachbarschaften, und setzen sich fort über mögliche Schnittstellen zum politischen Bereich des Governance bis hin zu den repräsentativen Entscheidungskreisläufen der Kommunalpolitik. Jede dieser Stufen unterliegt einer eigenen Handlungslogik und wirft mit Blick auf eine starke lokale Demokratie eigene, einander ergänzende Erfordernisse auf, die es lohnt, in ihrem Zusammenspiel in den Blick zu nehmen

Panel 4 "Medien und Kommunikation in der Lokalen Demokratie"

Moderation: N.N.

Referentinnen und Referenten:
Prof. Dr. Ulrike Klinger, Prof. Dr. Folke Schuppert, Prof. Dr. Otfried Jarren

Dem lokaldemokratischen Prozess wird von der "Vierten Gewalt", bzw. den klassischen Medien oft nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet, während die Vision staatlich gelenkter Medien abschreckend erscheint. Social Media bringen wiederum neue Herausforderungen hervor, z.B. "big data", populistische Shitstorms, Echokammern und vertikale Wellen der Empörung. Sie bieten allerdings auch neue Chancen der Vernetzung und für das Entstehen von bottom up-Initiativen. Sind "die Medien", sofern man davon noch sprechen kann, ein Sorgenkind der lokalen Demokratie?

Panel 5 "Kommunalpolitik und Verwaltung im Stresstest"

Moderation: Dr. Thomas Kuder, vhw e. V.

Referentinnen und Referenten:
Prof. Dr. Agnes Förster, Prof. Dr. Jürgen Kegelmann, Gregor Dehmel, Albert Geiger

Begrenzte Ressourcen, ein andauernder Wettbewerb um gute Plätze im Städteranking und eine Vielzahl an neuen Herausforderungen, für die es wenige Routinen oder Lösungen gibt. Die Kommunen stoßen bei der Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben und Leistungserwartungen bei knappen Ressourcen zunehmend mehr an ihre Grenzen und befinden sich geradezu im Stresstest. Wie kommen sie zurecht mit dem Anspruch einer starken lokalen Demokratie? Welche neuen Wege gilt es einzuschlagen?

Panel 6 "Zusammenwirken vor Ort - Engagementförderung in ländlich geprägten Gemeinden"

Moderation: Uwe Lübking

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskurse zum Verhältnis von Zentrum und Peripherie sowie die dringlichen Diskussionen über die erforderliche Infrastrukturversorgung in ländlichen Räumen, insbesondere angesichts der gesetzlich garantierten Förderung und Unterstützung in der Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen, gewinnt die Frage des zivilgesellschaftlichen und bürgerschaftlichen Engagements in ländlich geprägten Regionen und Gemeinden sowie deren Förderung zunehmend an Bedeutung.

Bitte Informieren Sie uns bei der Anmeldung (Bemerkungsfeld), an welchem Panel Sie gern teilnehmen möchten.