Logo Bundesverband für Wohnen und StadtentwicklungSystemsprenger in Hilfesystemen für Wohnungslose und psychisch Kranke: Herausforderungen und Lösungsansätze am 7.06.2021 in Berlin (BB210600)

Veranstaltungsdetails

Systemsprenger in Hilfesystemen für Wohnungslose und psychisch Kranke: Herausforderungen und Lösungsansätze (BB210600)

Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung, Wohngeld und Sozialrecht, Präsenzveranstaltung

Referenten:
Prof. Dr. Volker Busch-Geertsema, Jutta Henke
Zeit/Ort:
07.06.2021 in Berlin
Bundesland:
Berlin
Nicht-Mitglieder
€ 395,00
vhw-Mitglieder
€ 335,00
Zur Buchung
AGB Programm-Download Auf die Merkliste

Referenten

Prof. Dr. Volker Busch-Geertsema

Dr. Volker Busch-Geertsema - GISS - Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V.; Dr. Busch-Geertsema beschäftigt sich als Sozialwissenschaftler seit 25 Jahren schwerpunktmäßig mit Fragen sozialer Integration und insbesondere der Wohnungsnotfallhilfe in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Seit 1995 ist er nationaler Korrespondent, seit 2009 Koordinator des European Observatory on Homelessness.

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Jutta Henke

GISS - Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V., langjährige Leitungserfahrung im Bereich der Wohnungslosenhilfe; forscht und berät seit 2005 zu sozialen Dienstleistungen und zur Weiterentwicklung
fachlicher Konzepte bei Jobcentern, Arbeitsagenturen, Kommunen und freien Trägern der Wohlfahrtspflege

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Inhalte

In der Sprache belasteter und ratloser Hilfesysteme gelten wohnungslose Menschen mit (unbehandelten) psychischen Erkrankungen als "Systemsprenger". Fehlende Krankheitseinsicht, "compliance" und Veränderungsbereitschaft machen sie zu "hoffnungslosen" Fällen. Weil Regelverstöße bei ihnen die Regel sind, ist oft nicht einmal die Grundversorgung sicher: Krankenhausaufenthalte werden nach wenigen Stunden beendet, und Kommunen können ihnen unter bestimmten Bedingungen ein Obdach versagen, denn wer etwa gewaltbereit und aggressiv ist, kann als "nicht unterbringungsfähig" gelten. Doch auch die weniger auffälligen Wohnungslosen mit einer Suchterkrankung, mit Ängsten oder Traumata stehen ganz hinten in der Schlange, wenn es um die Versorgung mit Unterkunft, persönlicher Hilfe und einer eigenen Wohnung geht.

Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikatoren in Kommunen sowie bei sozialen Trägern und Wohlfahrtsverbänden, im Gesundheitssystem, in Jobcentern und der Wohnungswirtschaft.

Der Seminarbesuch hat für Sie folgenden Mehrwert:

  • Sie werden mit Blick auf Systemsprenger in Ihrem Arbeitskontext geschult und unterstützt.
  • Sie analysieren verfügbare Hilfeangebote und erkennen Lücken in den Hilfesystemen.
  • Sie erarbeiten sich Wissen über rechtskreisübergreifende Zuständigkeiten und Lösungsansätze (gute Praxis).
  • Sie diskutieren Lösungsvorschlägen für "schwierige Einzelfälle" und prüfen diese Ansätze auf Umsetzbarkeit.

Gesundheitsschutz hat Priorität

Informationen über Maßnahmen zum Infektionsschutz bei Präsenzveranstaltungen finden Sie hier.
Auf dieser Veranstaltung treffen Sie

Fachpersonal aus Kommunen, Kreisen und Ländern, insbesondere den Verwaltungen für Wohnen, Soziales, Jugend, Familie, Integration und Stadtplanung; Fachpersonal der Wohlfahrtsverbände, der Freien Träger, der Kirchen; der Einrichtungen und Institutionen der Wohnungslosenhilfe; Rechtsanwälte, Wohnungsunternehmen, Mietervereine

Inhaltlich zuständig

Dr. Eric M. Tenz

Organisatorisch zuständig

Elke Matz

Silke Matter

Dragana Kurtisevic

Anschrift

vhw-Geschäftsstelle Berlin/Brandenburg
Fritschestraße 27/28
10585 Berlin

Veranstaltungsort