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Perspektivwechsel: Kooperative und partizipative Studie zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Geflüchteten

30. Mai, 2024

Perspektivwechsel – Kooperative und partizipative Studie zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Geflüchteten

Die kürzlich in der vhw-Schriftenreihe veröffentlichte Studie „PERSPEKTIVWECHSEL“ bringt neuartige Erkenntnisse für den Prozess des Ankommens von Geflüchteten in Deutschland. Dank eines aufwändigen Untersuchungsdesigns, das auf den Prinzipien der partizipativen Forschung aufbaut, konnten die Sichtweisen und Erfahrungen von Geflüchteten miteinbezogen werden.  

BERLIN Die nun vorliegende vhw Schriftenreihe Nr. 46 PERSPEKTIVWECHSEL leistet erstmals einen theoretisch begründeten und praktisch erprobten Beitrag zur partizipativen Teilhabeforschung mit geflüchteten Menschen. Die Autorinnen Ingeborg Beer und Helene Weiß vom Büro für Stadtforschung + Sozialplanung Berlin sowie Ulrike Milstrey und Renate Timme von der Brandenburgische Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH haben in Kooperation mit der vhw-Forschung konkrete und praxisrelevante Ergebnisse zur komplizierten Situation von Geflüchteten in den Bereichen Nachbarschaft, Bildung, Arbeit und Kultur geliefert. Gleichzeitig gibt die Studie Einblicke in die partizipative Forschung und trägt damit zu einem besseren Verständnis der Prozesse, der Möglichkeiten und Grenzen dieser bei. 

Auch in der sozialwissenschaftlichen Forschung wird bei Themen, die geflüchtete Menschen betreffen und zu denen sie über Erfahrungswissen verfügen, diesen eine weitgehend passive Rolle zugeschrieben. Im Forschungsprojekt PERSPEKTIVWECHSEL haben die Autorinnen der Studie hingegen mit sechs Praxisprojekten sowie Menschen aus Syrien, Afghanistan, Iran und Tschetschenien in den Jahren 2019 bis 2021 zum Thema Ankommen nach der Flucht partnerschaftlich zusammengearbeitet. Die Ergebnisse zeigen u. a. die vielfältigen Barrieren, auf die geflüchteten Menschen bei ihrem Versuch an der Gesellschaft teilzuhaben treffen, wie angstbesetzte öffentliche Räume, fehlende Treffpunkte und Zuschreibungen.  

Weitere Informationen: 

Der vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. ist ein gemeinnütziger Verband. Er engagiert sich durch Fortbildung und Forschung in den Handlungsfeldern Wohnen und Stadtentwicklung. Der Forschungsbereich im vhw zielt darauf ab, einen wissenschaftlichen Beitrag zur nachhaltigen Stadt- und Quartiersentwicklung sowie zur Bewältigung kommunaler Transformationsaufgaben zu leisten. Indem die vhw-Forschung Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis baut, soll die Handlungsfähigkeit kommunaler, wohnungswirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure gestärkt werden.

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