Kiez und Corona
Nachbarschaft im Krisen-Modus – ein Kommentar
Was die Corona-Krise mit unseren global vernetzten Gesellschaften und komplexen Regulationssystemen macht, wurde von vielen Kommentatoren analysiert. Eines ist auf jeden Fall klar: Diese Krise kann als exzeptionell eingestuft werden und hat Züge eines Großexperiments, das jedoch unfreiwillig und ohne Studienleiter stattfindet. In der werkSTADT Nr. 40 kommentiert Olaf Schnur den Zustand von Nachbarschaft in Zeiten der Corona-Pandemie und zeigt reziproke Nachbarschaftsfunktionen auf. Was bleiben wird, so Schnur, ist eine Röntgenaufnahme unserer Stadtgesellschaften: Die Aufnahme lässt uns unter die Oberfläche blicken und zeigt auf, welche Verfassung Stadtgesellschaften derzeit haben. Individualismen, Egoismen, Opportunismen, Trittbrettfahrertum: Alles ist nach wie vor präsent. Was aber überraschender ist, ist eine Tendenz zu sozialer Achtsamkeit, Gemeinschaftlichkeit und Solidarität. Es macht optimistisch zu beobachten, dass der Ort, das Lokale, mit dem wir uns verbunden fühlen, nach wie vor oder sogar mehr als gedacht relevant zu sein scheint.
Weitere Informationen
Details
- Ausgabe: 40
- Jahr: 2020
- Umfang: 9
- Ort: Berlin
Autor:innen
- Prof. Dr. Olaf Schnur
Bereichsleiter Forschung
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