Stadtwandel systematisch stärken
Institutionelle Perspektiven zur Weiterentwicklung der lokalen Demokratie
Viele Städte funktionieren trotz dysfunktionaler Politikmechanismen und schwieriger Rahmenbedingungen. Es ist immer wieder erfreulich zu sehen, wenn das Zusammenspiel von Politik und Verwaltung vertrauensvoll ist, in Stadträten kontinuierlich und sehr kooperativ über Parteigrenzen hinweg gearbeitet wird sowie finanzielle Spielräume existieren, die der Kommune noch eigene Akzentsetzungen ermöglichen. Häufig findet man das in kleinen Städten oder in kommunalen Kulturen in ausgewählten Bundesländern. Doch auch dort lassen sich viele der im Buch „Dienstschluss“ beschriebenen negativen Mechanismen in abgemilderter Form beobachten. Je stärker die Tendenz wird, dass Städte nicht wegen, sondern nur trotz politisch-administrativer Praxis funktionieren, umso stärker schrillen die Alarmglocken für die lokale Demokratie. Wenn Beteiligungen bei Kommunalwahlen auf weit unter 50 % fallen und ein immer größerer Teil der abgegebenen Stimmen reine Protestaussagen sind, erfüllt die demokratische Exekutive ihre ursprünglich angedachte Funktion offensichtlich nicht mehr genügend.
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Details
- Ausgabe: 5/2026
- Jahr: 2026
- Umfang: 5
- Ort: Berlin
- ISSN: 1867-8815
Autor:innen
- Prof. Dr. Uwe Schneidewind
Wuppertal
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