Resiliente Stadtentwicklung
Integration von Resilienzaspekten in nachhaltige Stadtentwicklungskonzepte
Multiple Krisen beeinflussen die Stadtentwicklung in Deutschland. Dazu gehören insbesondere Klimawandel, demografischer Wandel, Strukturwandel, Pandemien, hybride Bedrohungen und reale Kriege. Die Coronapandemie 2020 hat deutlich gemacht, wie verletzlich unsere Gesellschaft und Wirtschaft trotz allem technischen und medizinischen Fortschritt sind. Der Klimawandel wird künftig zu noch mehr Extremwetterereignissen, wie Hitzewellen und Überschwemmungen, führen – mit gravierenden Folgen für die Lebensqualität in den Städten. Die demografische Entwicklung wird u. a. zu Überalterung und Fachkräftemangel in den Städten führen. Der brutale Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine seit 2022 zeigt, dass Europa auch auf militärische Angriffe und hybride Attacken sowie auf Erpressung durch ausbleibende Energielieferungen vorbereitet sein muss. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssen Dimensionen und Prinzipien der Urbanen Resilienz, wie Robustheit, Anpassungsfähigkeit und Transformation, stärker in der Stadtplanung verankert werden. Resilienzstrategien sollten systematisch in die nachhaltige Stadtentwicklung integriert werden, und die stadtplanerischen Leitbilder und Instrumente müssen entsprechend weiterentwickelt werden.
Weitere Informationen
Details
- Ausgabe: 5/2026
- Jahr: 2026
- Umfang: 4
- Ort: Berlin
- ISSN: 1867-8815
Autor:innen
- Prof. Dr. Detlef Kurth
RPTU, Kaiserslautern-Landau
Nutzungsrechte
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