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Wohnen und Stadtumbau

Befragung von Eigenheimbesitzern der 1950er bis 1970er Jahre

Einfamilienhaussiedlung mit Statteldächern und Vorgärten in norddeutscher Wohnstraße
29. Jan., 2019

Ausgangslage

Über viele Jahrzehnte hinweg galten Einfamilienhausgebiete (EZFH-Gebiete) im suburbanen Raum und in den ländlichen Regionen als Erfolgsmodell. Sie waren Spiegelbild eines wachsenden Wohlstands, zunehmender Individual-Motorisierung und des städtebaulichen Leitbildes der räumlichen Funktionstrennung von Arbeit und Freizeit. Zudem waren die EZFH-Gebiete prägend für das lange Zeit vorherrschende Wohnideal und Ausdruck einer auf Wohnsuburbanisierung ausgelegte Förder- und Wohnungspolitik (Eigenheimförderung, Pendlerpauschale).

Angesichts einer sowohl qualitativen als auch quantitativen veränderten Nachfrage geraten monostrukturierte und –funktionale EZFH-Gebiete der 1950er bis 1970er Jahren zunehmend unter Anpassungsdruck. Verantwortlich hierfür sind der demografischen Wandel und gesellschaftliche Veränderungen, wie die Pluralisierung von Lebensstilen, Wohnpräferenzen und Familienstrukturen, sowie stetig wachsende energetische Anforderungen, welche bei EZFH-Gebiete der Nachkriegsjahrzehnte in schrumpfenden bzw. stagnierenden Regionen die Marktfähigkeit der Eigenheime beeinträchtigt und zu strukturellen Herausforderungen sowie ungewissen Entwicklungsperspektiven führen.

Ziel

Ziel der Studie ist es, in einer teil-repräsentativen Befragung die Befindlichkeiten und den beabsichtigen späteren Umgang mit der Immobilie – Vererbung oder Veräußerung – von Eigenheimbesitzern der Altersklasse 65 Jahre und älter in Regionen mit schwierigen demografischen, wirtschaftlichen in infrastrukturellen Entwicklungen zu ermitteln. In der hierbei verwendeten Mixed-Mode-Befragung reicht das Spektrum der behandelten Themen von der allgemeinen Wohn- und Lebenszufriedenheit bis zu den konkret durchgeführten und künftig anstehenden Modernisierungsmaßnahmen an ihrem Eigenheim, einschließlich der dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel.

Breiten Raum nehmen zudem Fragen nach der Bewertung der Wohnumfelder und deren Entwicklung ein. Dabei geht es um Themen wie öffentliche Infrastruktur, die Entwicklung und Qualität der Nahversorgung oder die Sicht auf die Nachbarschaft oder die wahrgenommene Sicherheitslage und deren Veränderung. Wesentliches Anliegen der Befragung ist es, die Zukunftsperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten aus der Sicht älterer Eigenheimbesitzer und damit aus einer „Binnenperspektive“ zu beleuchten.

Publikationen zum Projekt

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