Stadtentwicklung ist eine gemeinschaftliche Aufgabe – und damit ein Kernelement lokaler Demokratie. Sie lebt von einer funktionierenden Lokalpolitik, einer leistungsfähigen Verwaltung und der breiten Mitwirkung städtischer Akteure und der Bürgerinnen und Bürger. Aber auch die lokale Demokratie steht vor großen Herausforderungen. Das Vertrauen in Institutionen wird brüchig, die Parteienlandschaft spaltet sich auf und antidemokratische Tendenzen stellen etablierte Strukturen infrage. Gleichzeitig verändern Gestaltungsansprüche aus der Zivilgesellschaft, digitale Systeme sowie neue Kommunikationswege die Routinen von Verwaltung und Politik.
Angesichts dieser Verschiebungen sind Stadtentwicklungsfragen umso mehr vor Ort im Dialog auszuhandeln, um zu tragfähigen Lösungen zu kommen und ihre Akzeptanz zu gewährleisten. Die lokale Demokratie mit ihren kommunalen Strukturen, Prozessen und Akteuren bietet hierfür das Fundament. Die vhw-Forschung stellt fundiertes Wissen und Handlungsansätze für die Praxis bereit, die eine lebendige lokale Demokratie und eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung fördern.
Warum ist die Wohnraumpolitik ein Kernthema für die Demokratie – und stellt eine mögliche Gefährdung für sie da? Darum ging es Anfang Mai beim Dialogformat „Wohnungskrise: Demokratie unter Druck?“ in Paris.
Rechtspopulistische Positionen gewinnen auch in der Wohnungspolitik an Einfluss. Das Projekt wertet aus, wie rechtspopulistische Akteure die Wohnungspolitik prägen und wie sich das auf Stadtentwicklung auswirkt.
Koproduktion zwischen Kommunen und Zivilgesellschaft kann inklusive Stadtentwicklung fördern. Das Projekt untersucht, wie sie trotz gesellschaftlicher Polarisierung gelingen kann.
Das Projekt untersucht, wie sich Kommunikationsinfrastrukturen auf kommunaler Ebene verändern und welche Auswirkungen dies auf demokratische Prozesse und politische Teilhabe hat.
Digitale Teilhabe-Plattformen bieten Kommunen neue Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung und demokratischen Deliberation, werden jedoch sehr unterschiedlich eingesetzt und genutzt.
Jugendliche engagieren sich in vielfältiger Weise in der Gestaltung urbaner und ländlicher Räume. Das Projekt untersucht lebensweltliche Zugänge von engagierten Jugendlichen zu politischer Teilhabe.