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Lokale Demokratie

Koproduktion in polarisierten Stadtgesellschaften

Vogelperspektive auf diverse Personengruppen auf einem gepflasterten Platz
1. Nov., 2024

Ausgangslage

Gesellschaftliche Krisen und Transformationserfordernisse sind vielfältig: Sozial-ökologischer Wandel, Digitalisierung, Demographie und Migration. Was Veränderung bedeutet und wie Herausforderungen angenommen werden, entscheidet sich besonders im lokalen Alltag. Gleichzeitig fühlt sich dieser Alltag für viele Menschen fremdbestimmt an, wichtige Entscheidungen über die eigenen Lebensverhältnisse werden offenbar anderswo getroffen. Andererseits gibt es vielerorts Initiativen der Zivilgesellschaft, die für Demokratisierung oder sozial-ökologischen Wandel eintreten. Regional unterschiedlich trifft also großer gesellschaftlicher Veränderungsbedarf auf Veränderungsmüdigkeit und regressive Veränderungsansprüche wie auch demokratische Gestaltungs- und Transformationsansprüche.

Ziel

Das Forschungsprojekt untersucht Koproduktion als erweiterte Form der Mitgestaltung von Zivilgesellschaft bei der Entwicklung gemeinwohlorientierter Orte und Projekte. Koproduktion wird hierbei als Ansatz zur Demokratisierung städtischer und kommunaler Politik und Verwaltung geprüft und im Kontext polarisierter - oder zumindest von vielfachen Konflikten durchzogener - Stadtgesellschaften diskutiert. Anhand von Fallstudien in ausgewählten Kommunen wird der Frage nachgegangen, welche Instrumente und Akteurskonstellationen für das Gelingen gemeinwohlorientierter Koproduktionen mit Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung notwendig sind, damit diese mehr Teilhabe und Wirksamkeitserfahrungen ermöglichen – insbesondere für diejenigen, die häufig nicht erreicht werden und sich mitunter auch antidemokratischen Parteien und Bewegungen zuwenden. Die Gelingensbedingungen werden praxisorientiert aufbereitet.

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