Öffentlich verfügbarer Grund und Boden ist entscheidend für eine sozialverträgliche und nachhaltige Wohnraumversorgung und Stadtentwicklung. Die Kommunen können ihre Ziele diesbezüglich jedoch nur soweit umsetzen, wie es das Planungsrecht und die Bodenpolitik als institutioneller Rahmen zulassen. Zu den Zielen gehören die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum, die Bereitstellung leistungsfähiger Infrastrukturen, der Klimaschutz und die Klimaanpassung oder der Erhalt städtebaulicher Qualitäten.
Da die Flächen knapper werden, die Bodenpreise steigen, Nutzungskonkurrenzen zunehmen, es an Fachkräften mangelt und die Kommunen mit angespannten Haushalten umgehen müssen, wächst die Notwendigkeit, das bestehende städtebauliche Instrumentarium entlang der neuen Herausforderungen weiterzuentwickeln. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis stellt sich der vhw den Fragen, die sich hieraus für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung ergeben.
Konzeptverfahren ermöglichen Kommunen, Grundstücke nach Qualität statt Höchstgebot zu vergeben. Das Forschungsprojekt von vhw e. V. und StattBAU analysiert Potenziale und Herausforderungen – für eine sozial-ökologische Wohnraumversorgung.
Wie können Kommunen ihre Baulandbereitstellung stärken? Das Forschungsprojekt von vhw e. V. und Quaestio untersucht den Zwischenerwerb als liegenschaftspolitisches Instrument und entwickelt konkrete Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Bodenpolitik.
Seit Ende 2025 gelten mit dem „Bau-Turbo" neue Regeln im Bauplanungsrecht. Ein mehrjähriges Forschungsvorhaben begleitet acht Modellkommunen bei der Anwendung der neuen BauGB-Vorschriften
Das Konzeptverfahren ermöglicht, Grundstücke nicht nach dem Höchstgebot, sondern nach inhaltlichen Qualitäten zu vergeben. Das Projekt erforscht Anwendungsbereiche, Ziele und Schwierigkeiten des Verfahrens.
Kommunaler Zwischenerwerb ist das vorübergehende Aufkaufen von Grundstücken oder Immobilien durch Kommunen. Das Forschungsprojekt untersucht Rahmenbedingungen und praktische Erfahrungen mit dem Verfahren.
Neue Gesetze sollten in der Praxis funktionieren, bevor sie in Kraft treten. Genau das testen der vhw und Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) im Rahmen eines Planspiels zur BauGB-Novelle 2025/2026.