Öffentlich verfügbarer Grund und Boden ist entscheidend für eine sozialverträgliche und nachhaltige Wohnraumversorgung und Stadtentwicklung. Die Kommunen können ihre Ziele diesbezüglich jedoch nur soweit umsetzen, wie es das Planungsrecht und die Bodenpolitik als institutioneller Rahmen zulassen. Zu den Zielen gehören die Sicherung von bezahlbarem Wohnraum, die Bereitstellung leistungsfähiger Infrastrukturen, der Klimaschutz und die Klimaanpassung oder der Erhalt städtebaulicher Qualitäten.
Da die Flächen knapper werden, die Bodenpreise steigen, Nutzungskonkurrenzen zunehmen, es an Fachkräften mangelt und die Kommunen mit angespannten Haushalten umgehen müssen, wächst die Notwendigkeit, das bestehende städtebauliche Instrumentarium entlang der neuen Herausforderungen weiterzuentwickeln. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis stellt sich der vhw den Fragen, die sich hieraus für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung ergeben.
Boden ist für die Stadtentwicklung unverzichtbar, zugleich aber teuer und knapp. Kommunen müssen zugleich bezahlbaren Wohnraum schaffen, nachhaltig mit Flächen umgehen und soziale mit ökologischen Zielen verbinden. Welche Chancen bietet ihnen dabei eine aktive Liegenschaftspolitik, und wie muss diese an aktuelle Bedingungen angepasst werden? Damit befasste sich der vhw bei einem Fachforum in Köln.
Wie der Bau-Turbo vor Ort wirkt, welche Potenziale er für Wohnungsbau, Nachverdichtung und Umnutzung entfaltet und wo seine Grenzen liegen, diskutierte der vhw bei einer Fachveranstaltung in Köln. Erste Auswertungen aus fünf Kommunen zeigen: Vor allem Innenentwicklung und Geschosswohnungsbau werden vorangetrieben. Zugleich bleiben Fragen zur Quartiersentwicklung, zum Außenbereich und zur Sicherung der Planungskultur offen.
Konzeptverfahren ermöglichen Kommunen, Grundstücke nach Qualität statt Höchstgebot zu vergeben. Das Forschungsprojekt von vhw e. V. und StattBAU analysiert Potenziale und Herausforderungen – für eine sozial-ökologische Wohnraumversorgung.
Wie können Kommunen ihre Baulandbereitstellung stärken? Das Forschungsprojekt von vhw e. V. und Quaestio untersucht den Zwischenerwerb als liegenschaftspolitisches Instrument und entwickelt konkrete Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige Bodenpolitik.
Seit Ende 2025 gelten mit dem „Bau-Turbo" neue Regeln im Bauplanungsrecht. Ein mehrjähriges Forschungsvorhaben begleitet acht Modellkommunen bei der Anwendung der neuen BauGB-Vorschriften
Das Konzeptverfahren ermöglicht, Grundstücke nicht nach dem Höchstgebot, sondern nach inhaltlichen Qualitäten zu vergeben. Das Projekt erforscht Anwendungsbereiche, Ziele und Schwierigkeiten des Verfahrens.
Kommunaler Zwischenerwerb ist das vorübergehende Aufkaufen von Grundstücken oder Immobilien durch Kommunen. Das Forschungsprojekt untersucht Rahmenbedingungen und praktische Erfahrungen mit dem Verfahren.
Neue Gesetze sollten in der Praxis funktionieren, bevor sie in Kraft treten. Genau das testen der vhw und Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) im Rahmen eines Planspiels zur BauGB-Novelle 2025/2026.