Handlungsfähige Kommunen sind das Rückgrat unserer Demokratie. Sie erfüllen Pflichtaufgaben der Daseinsvorsorge, reagieren auf lokale Bedarfslagen und gestalten gesellschaftliche Transformationsprozesse maßgeblich mit. Zugleich stehen sie unter erheblichem Druck durch eine steigende Aufgabenlast bei sinkenden Haushaltsspielräumen, wachsende Notwendigkeiten an Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung sowie ein politisches Mehrebenensystem, das komplexe regulative Anforderungen mit sich bringt. Die Ausgangsbedingungen sind dabei je nach Gemeindegröße, Finanzkraft und regionalem Kontext sehr unterschiedlich.
Kommunale Handlungsfähigkeit ist jedoch nicht nur eine Frage der Ressourcen. Erforderlich sind auch neue Steuerungs- und Managementansätze, partizipative Formate oder interkommunale Kooperationen. Entscheidend ist zudem die Qualität der Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Kultur, um tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln. Der vhw unterstützt Kommunen dabei, ihre Handlungsfähigkeit als Grundlage für einen leistungsfähigen kommunalen Staat und das Vertrauen in demokratische Institutionen zu stärken.
Diese Frage stand Mitte Juni im Mittelpunkt einer Fachtagung des vhw und der Hochschule Harz in Wernigerode – mit Impulsen aus Verwaltung, Kommunalpolitik, Verbänden und Wissenschaft.
Ehrenamtliche Kommunalpolitiker berichten deutschlandweit von einem Nachwuchsproblem. Woran liegt das – und wie lässt sich die Kandidaturbereitschaft stärken? Das untersucht die werkSTADT Nr. 83.
Was können sich Kommunen, Stadtverwaltung und Akteure aus Kunst und Kultur voneinander abschauen, um nachhaltige kommunale Entwicklung zu fördern? Das stellte der vhw in einem Impulsvortrag vor.
Auf der Fachtagung „VITALes Engagement, VITALe Kommunen" in Halberstadt beleuchtete Christian Höcke (vhw) die Entwicklungen des ehrenamtlichen Engagements in Stadt-, Gemeinde- und Ortschaftsräten.
Kommunen stehen vor wachsenden Aufgaben bei gleichzeitig engeren Ressourcen. Innovative Kooperationsmodelle eröffnen neue Handlungsspielräume in Stadtentwicklung, Wohnen und Daseinsvorsorge.
Ehrenamtliches Engagement in Gemeinderäten ist ein tragendes Element lokaler Demokratie. In dem Projekt werden Faktoren, die die Bereitschaft zur Kandidatur bei Gemeinde- und Stadtratswahlen beeinflussen, erörtert.
Das Projekt untersucht, wie Kommunen integrierte Verwaltungsansätze in der Stadtentwicklung umsetzen und welche organisatorischen und institutionellen Faktoren dabei förderlich oder hinderlich sind.
Das Projekt entwickelt einen digitalen Monitor, der Kommunen ermöglicht, lokale Öffentlichkeit systematisch zu beobachten und Veränderungen in der kommunalen Kommunikationslandschaft frühzeitig zu erkennen.
Das Forschungsprojekt analysiert Akteursstrukturen und Netzwerke der Hamburger Innenstadtentwicklung, um Potenziale für eine resiliente und lebendige Innenstadt zu erschließen.