Ausgangslage
Nachbarschaftstreffs, Kulturzentren, Bibliotheken – Begegnungsorte spielen eine wichtige gesellschaftliche Rolle. Hintergrund ist ein substanzieller Wandel des öffentlichen Lebens: Zivilgesellschaftliche Organisationen wie Vereine, Glaubensgemeinschaften oder Parteien haben an Bindekraft verloren. Damit schwinden nicht nur Orte der Begegnung, sondern auch Räume für persönlichen Austausch, Reflexion und politische Teilhabe. Begegnungsorte gewinnen daher sowohl für den sozialen Zusammenhalt, die soziale Integration und die Lebensqualität als auch für die Funktionsfähigkeit demokratischer Strukturen an Bedeutung – insbesondere in einer individualisierten und von Zuwanderung geprägten Gesellschaft.
Ziel
Die Stadt Dortmund hat sich daher zum Ziel gesetzt, mit Unterstützung des vhw ein systematisches, gesamtstädtisches Handlungskonzepts zum Aufbau und zur Stärkung von Begegnungsorten zu erarbeiten. Das Konzept soll dazu beitragen, ein räumlich ausgewogenes und bedarfsgerechtes Angebot an Begegnungsorten zu erhalten bzw. aufzubauen und damit gleichwertige Lebensbedingungen in und zwischen den Quartieren zu sichern. Dabei sollen zivilgesellschaftliche Strukturen eingebunden und unterstützt werden sowie ein Netzwerk aus Trägern und Akteuren aufgebaut und gepflegt werden. Öffentliche Ressourcen sollen zielgerichtet eingesetzt werden und ressortübergreifende Standards zur Förderung von Begegnungsorten herausgearbeitet werden. Das Konzept dient damit im Ergebnis sowohl als Entscheidungsgrundlage für die Politik als auch als praktisches Arbeits- und Steuerungsinstrument.
