Ausgangslage
Die Nachfrage nach dem Einfamilienhaus (EFH) ist ungebrochen hoch. Neue EFH-Gebiete auszuweisen, läuft jedoch bestehenden Klimaschutzzielen entgegen: Der Flächen- und damit auch der Energie- und Ressourcenverbrauch eines EFH ist pro Person ungleich höher als im Mehrfamilienhaus. Das wirft die Frage auf, wie bestehende EFH-Gebiete so umgestaltet werden können, dass sie den Ansprüchen einer sozial-ökologischen Transformation gerechter werden und zugleich die Wohnbedürfnisse der Bewohner:innen berücksichtigen. In der Fachöffentlichkeit werden bereits verschiedene alternative Wohnkonzepte diskutiert und erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese durchaus Akzeptanz erfahren würden. Zugleich ist festzustellen, dass sie nicht als gängige oder sich etablierende Praxis bezeichnet werden können.
Ziel
Im Projekt soll untersucht werden, wie eine alternative, klimagerechte Nutzung im EFH-Segment gelingen kann und welche Voraussetzungen für einen effizienten und suffizienten Umgang mit Bestandswohnflächen erfüllt sein müssen. Hierfür werden verschiedene alternative Wohnkonzepte beschrieben und mit Blick auf ihre Umsetzbarkeit diskutiert. Dabei sollen sowohl Perspektiven der Nachfrageseite (EFH-Bewohner:innen), als auch Motive der Angebotsseite (Verwaltung, Kommunalpolitik, Wohnungswirtschaft) beleuchtet werden. Die zentralen forschungsleitenden Fragen lauten:
- Welche (flächensparenden) Wohnalternativen lassen sich für EFH-Haushalte bzw. EFH-Gebiete identifizieren bzw. entwickeln?
- Welche Spannungsfelder sind bei der Entwicklung und Umsetzung dieser Wohnalternativen zu beobachten bzw. zu erwarten? Wie lassen diese sich ggf. auflösen?
- Welche Angebotsakteur:innen spielen bei der Entwicklung und Umsetzung derartiger Wohnalternativen eine Rolle und wie blicken diese Akteur:innen auf mögliche Entwicklungspfade?
- Wie bewerten EFH-Haushalte verschiedene Veränderungsoptionen für ihre Wohnsituation?

