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Soziale Stadt und Zusammenleben

Entwickeln. Finanzieren. Umsetzen. Stadtmachen auf digitalen Plattformen

5. Dez., 2018

Ausgangslage

In den letzten Jahren sind im Internet eine Reihe von Plattformen entstanden, durch die Bürger*innen die Möglichkeit erhalten, eigene Ideen zur Gestaltung ihrer Stadt einzubringen und selber Projekte zu initiieren. Plattformen wie Hannover Voids, Raumpioniere, Mein Augustusburg, Frankfurt frag mich, Mannheimgemeinsam gestalten oder Startnext stehen hierfür beispielgebend. Sie alle zielen darauf, Bürger*innen beim Stadtmachen zu unterstützen und ihnen eine digitale Infrastruktur für Austausch, Vernetzung oder Finanzierung bereitzustellen.

In der Fachdiskussion haben solche Plattformen viel Euphorie ausgelöst, wird darin doch die Chance gesehen, das Entwickeln von Stadt offenerer und kollaborativer zu gestalten sowie neue Zugänge zu einer „User-generated City“ zu eröffnen. Allerdings fehlen bislang umfassendere empirische Untersuchungen darüber, ob die Plattformen tatsächlich hilfreiche Werkzeuge für die Realisierung von Bürgerprojekten in der Stadtentwicklung sind.

Ziel

Das Forschungsprojekt setzt hier an und befasst sich mit drei Plattformtypen, die in diesem Feld eine zentrale Rolle spielen: (1) Plattformen für offene Ideenproduktion, (2) Plattformen für offene Ideenproduktion mit hinterlegtem Budget sowie (3) Crowdfunding-Plattformen. Dabei richtet sich der Blick auf Plattformen, die von zivilgesellschaftlichen Akteuren, kommunalen Verwaltungen oder kommerziellen Anbietern betrieben werden. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab,

(1) die Landschaft an digitalen Plattformen zum Stadtmachen in deutschsprachigem Raum zu erfassen, diese näher zu charakterisieren und ihre Entwicklung einzuordnen,

(2) die Plattformen anhand verschiedener Kriterien (u.a. Ziele und Wirkungsversprechen, Zugänglichkeit und Verfahren, Funktionen und Werkzeuge, Art und Qualität der Ideen, Aktivität und Resonanz, Nutzergruppen und Selektivitäten) zu analysieren und zu bewerten,

(3) entscheidende Stellschrauben für den Erfolg solcher Plattformen zu bestimmen und praxisorientierte Empfehlungen für deren Etablierung auf lokaler Ebene zu geben.

Das Forschungsprojekt bezieht bei der Analyse internationale Referenzbeispiele mit ein, die innovative und praktikable Ansätze im Bereich des digitalen Stadtmachens verfolgen.

Publikationen zum Projekt

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