Ausgangslage
Der Verein „Politik zum Anfassen“ hat 2018 in einer Vorstudie das Beziehungsgefüge zwischen Bürgerschaft und Kommunalpolitik in der Stadtentwicklung unter die Lupe genommen. Anlass waren Erkenntnisse der Forschung, wonach die Beziehung zwischen Politik und Bürgerschaft erheblichen Belastungen unterworfen sei.
Die multimediale Vorstudie wurde anhand zahlreicher Interviews mit Kommunalpolitikern und Führungskräften aus der Verwaltung in Darmstadt, Haldensleben und Isernhagen erarbeitet.
Exemplarisch konnte die Vorstudie das Engagement aktiver Kommunalpolitiker aufzeigen, aber auch das bipolare Spannungsverhältnis, die Kommunikationslücken und die Legitimationskonkurrenz (Schuppert) zwischen diesen Akteuren verdeutlichen. Die Folgestudie zielt nunmehr auf konkrete Projekte der integrierten Stadtentwicklung und des Wohnungsbaus und vertieft die empirischen Erkenntnisse der Vorstudie.
Ziel
Das 2019 beauftragte Folgegutachten untersucht für ausgewählte Wohnungsbauvorhaben in Hamburg, Frankfurt und Leipzig aktuelle Kommunikationsbeziehungen zwischen den politisch engagierten Vertretern der lokalen Parteien, den gewählten Repräsentanten der Städte, der Verwaltung und der Bürgerschaft.
Die Studie stellt die verschiedenen Perspektiven der Akteure in diesen Projekten in den Vordergrund der vertiefenden Betrachtung. Ziel ist es, aktuelle Konfliktpotentiale der lokalen Demokratie herauszuarbeiten und Ansätze für deren Weiterentwicklung zu finden.



