Ausgangslage
Die Digitalisierung von Medien führt zu Transformation von Öffentlichkeit, eine Vielzahl von parallelen, fluiden (veränderlichen) Teil-Öffentlichkeiten entsteht. "Lokale Öffentlichkeit" beschreibt ein intermediäres System zwischen der kommunalen Selbstverwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern. Es vermittelt Willensbildungsprozesse von Bürgern in die kommunale Selbstverwaltung hinein (Input) und Entscheidungen der kommunalen Selbstverwaltung an die Bürger (Output).
Auch politische Institutionen wie Initiativen, Vereine, Verbände oder Parteien sind Teil des intermediären Systems lokale Öffentlichkeit. In diesem intermediären System fällt den lokalen Medien eine Schlüsselstellung zu.
Ziel
Ziel des Projektes: Ein Verständnis lokaler Öffentlichkeiten mit den Kernelementen Zugang zur Öffentlichkeit, Teilhabe, Responsivität und Themen (-dynamik) schaffen. Normative Erwartungen der Öffentlichkeitstheorie sollen in ein empirisch überprüfbares Öffentlichkeitsmodell überführt werden. Leitfragen bei diesem Prozess sind:
- Wie vital sind lokale Öffentlichkeiten?
- Was ist nötig, damit lokale Öffentlichkeiten in segmentär differenzierten Kommunikationsgesellschaften funktionieren und die Selbstbeobachtung und Selbstorganisation der Gesellschaft weiterhin ermöglichen?
Falluntersuchungen werden in Osnabrück, Pforzheim, Kassel und Cottbus durchgeführt.

