Ausgangslage
Die gesellschaftliche Vielfalt hat in allen Lebensbereichen zugenommen. Doch was heißt das? Wie sieht Vielfalt aus und wie beeinflusst sie unser gesellschaftliches Zusammenleben? In welchem Maß und in welche Richtungen entwickelt und verändert sich gesellschaftliche Vielfalt? Diese Fragen – bezogen auf Zuwanderung – bilden den Hintergrund der aktuellen Untersuchung.
Schon der erste Migrantenmilieu-Survey 2008 machte deutlich, dass Lebenswelten die ethnische Herkunft oder die religiöse Zugehörigkeit überlagern. Das Interesse am ersten Migrantenmilieu-modell war groß, der Einfluss auf die Sozialforschung ebenso. Zehn Jahre später aber schien es dem vhw erforderlich, das Modell der Lebenswelten und Grundori-entierungen von 2008 zu aktualisieren.
Ziel
Der Survey hatte zwei Hauptziele: Die Aktualisierung des Milieumodells einerseits und die Ermittlung von allgemeinen und milieuspezifischen Befindlichkeiten und Einstellungen zu einem breiten Themenspektrum andererseits. Wie groß sind die ein-zelnen Milieus? Welches Werteprofil weisen sie auf? Und inwieweit lassen sich die Migrantenmilieus mit den einheimischen Milieus vergleichen?
Thematisch ging es um nahezu alle Lebensbereiche: Integration, Zugehörigkeit und Identität, die Bewertung und Gestaltung des Zusammenlebens, wahrgenommene Benachteiligungen, die Rolle der Religion im Leben, Kommunikation und Mediennutzung, lokale Partizipation und Engagement sowie Bedürfnislagen, etwa beim Wohnen. Die Ergebnisse sollen helfen, Zugänge zu unterschiedlichen Gruppen zu finden, deren soziale Teilhabe zu fördern und schließlich den bisweilen zerbröselnden Zusammenhalt zu stärken – durch eine lebensnahe und bedürfnisgerechte Politi.

