Ausgangslage
Als eine mittlerweile weltweite Bewegung hat sich die Transition-Town-Bewegung seit Mitte der 2000er Jahre formiert. Zunächst konzentrierte sie sich auf den Übergang zur postfossilen Stadt. Innerhalb eines Jahrzehnts sind daraus vielfältige zivilgesellschaftliche Initiativen hervorgegangen, welche in einem breiten Spektrum stadtentwicklungsrelevanter Bereiche aktiv sind.
Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz, ihrer normativen Orientierung an umweltgerechter Entwicklung und ihrem partizipationsorientierten Handeln nehmen Transition-Town-Initiativen in lokalen Kontexten häufig die Rolle von Intermediären ein. Sie wollen gesellschaftlichen Wandel von unten initiieren, folgen dabei einem neuen Verständnis von bürgerschaftlichem Engagement und nutzen flexible Formen der Vernetzung und Kommunikation.
Ziel
Im Mittelpunkt des Projektes steht die Untersuchung der Potenziale und der Herausforderungen, die sich aus der Zusammenarbeit zwischen Transition-Town-Initiativen (TTI) und kommunalen Akteuren ergeben. Zudem wird aufgezeigt, welchen Beitrag TTI für eine nachhaltige urbane Transformation leisten. Im Projekt werden dafür die theoretischen Bezüge von TTI dargelegt, die Beiträge von TTI für eine nachhaltige und inklusive Stadtentwicklung erfasst, die Rolle von TTI in kommunalen Governance-Arenen untersucht und die Qualität des intermediären Charakters und die demokratische Legitimität von TTI beurteilt.
Dabei werden auch die inhaltlichen und organisatorischen Schnittstellen zwischen TTI und kommunalen Akteuren beleuchtet und deren unterschiedliche Agenden und Ziele im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung gegenübergestellt. Nicht zuletzt wird im Projekt die Frage beantwortet, inwiefern es den TTI in den untersuchten Fallstädten gelungen ist, als Vermittler und Übersetzer die Rolle eines intermediären Akteurs einzunehmen und so Partnerschaften zwischen Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung/-politik aufzubauen.


