Kooperative und partizipative Forschung zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Geflüchteten
Ausgangslage
Zuwanderung, kulturelle Vielfalt und soziale Ungleichheit zählen heute zu den großen gesellschaftlichen und stadtpolitischen Herausforderungen. Sie finden ihren Niederschlag in nahezu allen Bereichen (Bildung, Wohnen, Einkommen, Kultur etc.) und betreffen den sozialen Zusammenhalt. Seit 2015 sind in den Großstädten, aber auch in kleineren und mittelgroßen Kommunen neue Herausforderungen hinzugekommen: die Unterbringung und Integration geflüchteter Menschen. Hier setzt das Forschungsvorhaben „Perspektivwechsel“ an. Es folgt der Leitidee der „Teilhabe“ in zweierlei Hinsicht: Zum einen widmet es sich dem Teilhabenkönnen von Geflüchteten in Projekten – sie sind „Gegenstand“ der Betrachtung und Evaluierung.
Zum anderen betrifft es den Forschungsprozess selbst – er soll empowernd wirken und Teilhabe fördern. Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer gestalten mit ihren Sichtweisen und Interessen die Erkenntnis- und Veränderungsprozesse aktiv mit. Dafür steht das Konzept der Partizipativen Forschung Pate: Es geht darum, mit Geflüchteten zu forschen und nicht über sie.
Ziel
Das Forschungsvorhaben PERSPEKTIVWECHSEL zielt auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Projekten aus der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, die mit oder von geflüchteten Menschen durchgeführt werden. Gemeinsam werden forschungs- und praxisleitende Fragen zum Gelingen von Integration vor Ort bearbeitet – in Ausbildung/Beschäftigung, Kultur/Medien und Nachbarschaft/Quartier. Der offene Forschungsprozess wird durch einige generelle Zielsetzungen gerahmt:
- Kooperative Gestaltung des Forschungsvorhabens
- Größtmögliche Partizipation der Projektteilnehmer*innen am Forschungsprozess
- Befähigung (Empowerment) und Kompetenzentwicklung
- Erkennen und Mindern von Teilhabebarrieren
- Weiterführende Teilhabeketten nach Projektabschluss
- Innovativer Ergebnistransfer
- Stärkere Verankerung von Teilhabe als Forschungsthema




