Ausgangslage
Das Vertrauen in Parteien und Politik in Deutschland ist niedrig, die Unzufriedenheit mit der Demokratie wächst und sozioökonomische Spaltungstendenzen gefährden den sozialen Zusammenhalt.
Ansatzpunkte für eine Vitalisierung der Demokratie werden vor allem auf der lokalen Ebene gesehen, denn vor Ort bieten sich aufgrund der Lebensnähe politischer Prozesse sowie der
geringeren Distanzen zwischen Politik, Verwaltung und lokaler Bevölkerung prinzipiell besonders gute Mitwirkungsmöglichkeiten.
Starke Demokratien erfordern ein lebendiges Gemeinwesen. Dafür ist eine Rückbesinnung auf die Gemeinwesenarbeit sowie ihre konzeptionellen Grundlagen interessant. Die Gemeinwesenarbeit
nimmt zielgruppenübergreifend aktuelle Themen und Anliegen der Menschen vor Ort auf und unterstützt kollektives Empowerment. Durch gemeinsame Lern- und Austauschprozesse können die soziale Kohäsion und das demokratische Miteinander im Gemeinwesen gestärkt werden.
Ziel
Mit der vorliegenden Studie sollte erhoben werden, inwieweit der Anspruch der Gemeinwesenarbeit, Empowerment, Aktivierung, Beteiligung, Netzwerkbildung und Demokratieförderung umzusetzen, unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen sowie Akteurs- und Förderstrukturen gelingt. Es galt vor allem, Potenziale und Hindernisse der Gemeinwesenarbeit im Hinblick auf die direkte und indirekte Förderung der lokalen Demokratie zu analysieren und Empfehlungen für die Weiterentwicklung von Strukturen zu erarbeiten.

