Springe zum Hauptinhalt
Soziale Stadt und Zusammenleben

Programm „Sozialer Zusammenhalt“: Entwicklungen, Herausforderungen, Perspektiven

Acht Personen von oben um Holztisch mit großer weißer Cloud und kleinen Punkten als Symbol für Vernetzung.
1. Okt., 2025

Ausgangslage

Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt seit mehr als 25 Jahren Kommunen bei gebietsbezogenen städtebaulichen Investitionen in soziale Infrastrukturen, Begegnungsorte, Wohnumfelder, öffentliche Plätze, Sportanlagen sowie Grün- und Freiflächen. Es setzt auf integrierte Ansätze, in denen bauliche Maßnahmen mit sozialintegrativen Aktivitäten zur Verbesserung der Lebensqualität und Lebenschancen der Bewohnerinnen und Bewohner in sozial benachteiligten Stadt- und Ortsteilen verknüpft werden.

Die multiplen Krisen der jüngeren Vergangenheit (u. a. Corona-Pandemie, Klimawandel, Energiekrise, Inflation, anhaltende Fluchtmigration, Erosion demokratischer Grundwerte) haben die Problemlagen in vielen Programmgebieten verschärft und zugleich zu neuen Herausforderungen geführt. Auch die kommunalen Voraussetzungen für die Umsetzung komplexer Entwicklungsprogramme verändern sich, nicht zuletzt durch den Fachkräftemangel. Hinzu kommt eine sich verändernde Zusammensetzung der Gebietskulissen (u. a. zunehmender Anteil von Quartieren aus kleineren Kommunen). Welche Handlungserfordernisse ergeben sich somit aus diesen Entwicklungen in den förderbedürftigen Quartieren? Wie kann das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ darauf reagieren?

Ziel

Die vorliegende Studie setzt genau hier an. Sie zielt darauf, aktuelle Entwicklungstrends in den Gebieten des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ vor dem Hintergrund der veränderten Gegebenheiten zu identifizieren, neue Anforderungen an Programmstruktur und -inhalt herauszuarbeiten sowie Impulse für die zukünftige Profilierung des Programms zu entwickeln. Zentrale Fragen sind hierbei: Wie wird das Programm in den Kommunen derzeit eingesetzt? Inwiefern kann es den gegenwärtigen Herausforderungen begegnen? Wo bestehen Handlungslücken bzw. ergeben sich neue Handlungserfordernisse? Entstehen durch die steigende Zahl von kleinen Städten und Gemeinden im Programm Bedarfe einer Nachjustierung? Und: Was bedeuten die Fachkräfteengpässe in den Kommunen für die Umsetzung? 

Methodisch umfasst das Vorhaben statistische Analysen auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) sowie kommunalstatistische Auswertungen nach unterschiedlichen städtischen Größenklassen, um aktuelle Entwicklungstendenzen auf kommunaler Ebene und in den Programmgebieten zu beleuchten. Zudem werden Fallstudien in verschiedenen Städtetypen sowie Fachworkshops durchgeführt, um Perspektiven und Erfahrungen aus der Programmpraxis zu erfassen.


 

Nach oben