Ausgangslage
Die sich auf den Wohnungsmärkten vollziehenden dispersen Entwicklungen erfordern ein auf die jeweiligen lokalen Bedingungen abgestimmtes wohnungspolitisches Handeln und ein flexibel einsetzbares wohnungspolitisches Instrumentarium. In den derzeitigen Diskussionen über eine zielgruppengerechte Wohnraumversorgung überwiegen jedoch Forderungen an die bundespolitische Ebene, die keine bzw. kaum eine Differenzierung entsprechend der ökonomischen, demographischen, sozialen und weiteren (Struktur-)Merkmale vornehmen.
Um der Heterogenität der deutschen Wohnungsmärkte gerecht werden zu können, ist es hingegen unabdingbar, dass Wohnungspolitik eine größere lokale bzw. regionale Komponente erhält. So fordert es auch der vhw in seinem mit dem Deutschen Institut für Urbanistik erarbeiteten wohnungspolitischen Plädoyer für eine soziale und resiliente Wohnungspolitik.
Ziel
Angesichts vielfältiger lokaler wohnungspolitischer Herausforderungen ist es das wesentliche Ziel dieses Forschungsprojektes, zumindest ein Stück weit jenseits vorhandener Beschränkungen in der kommunalen Handlungsfähigkeit und rein orientiert an den aktuellen und zukünftigen lokalen Herausforderungen, neue Wege und Instrumente der Wohnungspolitik zu entwickeln. Im Ergebnis des Projekts wird einerseits sichtbar werden, mit welchen lokal verankerten Strategien und Instrumenten die unterschiedlichen Kommunen auf die jeweiligen spezifischen wohnungspolitischen Herausforderungen reagieren können bzw. könnten. Zugleich soll deutlich werden, welche bundes- und landespolitischen Rahmenbedingungen dafür hergestellt werden müssen.
In dem Forschungsprojekt ist es ein zentrales Anliegen, an konkrete wohnungspolitische Herausforderungen vor Ort anzudocken und darauf aufbauend gemeinsam mit den kommunalen Akteuren nach konzeptionellen Lösungen in der Wohnungspolitik bzw. im wohnungspolitischen Werkzeugkasten zu suchen. Die für dieses Projekt gewonnenen Städte Gelsenkirchen, Jena, Mannheim, Offenbach und die Region Stuttgart sind damit nicht nur Forschungsfeld, sondern auch wichtige Diskussionspartner im Projektverlauf.


