Ausgangslage
Der organisierte Sport gilt als wichtiger Stabilitätsfaktor des sozialen Zusammenhalts und wichtiger Entwicklungsfaktor, vor allem durch das ehrenamtliche Engagement in den Bereichen Integration, Inklusion, Gesundheit, Bewegung, Kinder- und Jugendbetreuung.
Allerdings klagen viele Sportverbände darüber, dass der Sport nicht im Blickfeld der Stadtentwicklung steht und seine Bedarfe nicht einbringen kann. Zudem scheint es fraglich, ob Sportvereine und –verbände sowie Sporttreibende die Stadtentwicklung als ihre Aufgabe sehen (können) und Ressourcen haben, sich daran zu beteiligen.
Dem stehen die Herausforderungen der Städte gegenüber: für wachsende Städte wird es angesichts von Flächenkonkurrenz und knappen Haushalten immer schwieriger, Räume für den Sport zu erhalten oder zu schaffen. Zudem müssen sie auch Plätze, Straßen und Parkanlagen bewegungsfreundlich gestalten, weil sie zunehmend intensiver für den Sport genutzt werden. In stagnierenden oder schrumpfenden Städten gibt es zwar ungenutzte Flächen, jedoch fehlen den Vereinen oft Mitglieder und den Städten die nötigen Gelder.
Ziel
Vor diesem Hintergrund hat der vhw im Jahr 2018 in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe Prof. Rolf Schwarz und Dr. Hagen Wäsche mit einer Studie über kooperative Sport- und Bewegungslandschaften beauftragt, die anhand der Quartiers- und Sportentwicklung in Karlsruhe-Daxlanden den unorganisierten Sport in den Mittelpunkt der Untersuchung stellt und die Ergebnisse anwendungsorientiert in einen lokalen, ko-produktiven Entwicklungs- und Beteiligungsprozess zur Stadtentwicklung überführt. Die Studie ergänzt eine parallel erarbeitete Studie von Prof. Barsuhn, Potsdam, die sich mit den organisierten Sport- und Bewegungslandschaften befasst.


