Ausgangslage
Öffentliche Diskurse über die soziale Lage in den Großsiedlungen und politische Debatten über vermeintliche soziale Mischungsverhältnisse in den deutschen Großstädten werfen u. a. Fragen auf, wie die städtebauliche, funktionale, infrastrukturelle oder ökologische Entwicklung sowie das Image von Großsiedlungen, jenseits der sozialen Lage ihrer Bewohnerschaft, zukunftsfähig gestaltet werden könnten. In diesen Debatten nehmen auch die neuen Quartierszentren, unter anderem im Kontext der aktuellen Diskurse zum Klimawandel (Stichwort Große Transformation), zur Verkehrswende, zu den Bildungslandschaften, zur Digitalisierung usw. eine zunehmend wichtigere Rolle ein.
Ziel
Das Forschungsprojekt soll, anknüpfend an wissenschaftliche Debatten über zukunftsfähige Großsiedlungen (Bestand und Neubau), die „Große Transformation“ sowie „Dritte Orte“ einen kritisch-würdigenden Überblick über sozial-räumliche, institutionelle und konzeptionelle Ansätze und Projekte aus Deutschland, Europa und ggf. Übersee verschaffen. Neben einer Bestandsaufnahme und Deskription gemeinsam ausgewählter Modellprojekte sollen über ausgewählte Experteninterviews mit Stakeholdern die Stärken und Schwächen der verschiedenen Konzepte und Modellvorhaben u. a. im Kontext der „Großen Transformation“ und der „dritten Orte“ ausgelotet und im Kontext der zukunftsfähigen Entwicklung von Großwohnsiedlungen abschießend diskutiert werden.



