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Wohnen und Stadtumbau

Themenschwerpunkt: vhw plädiert für Neubewertung des Einfamilienhauses

Einfamilienhausgebiet in Deutschland
17. Nov., 2025

Das Einfamilienhaus (EFH) ist nach wie vor die beliebteste Wohnform in Deutschland – zugleich wird es als ökologisch problematisch und unzeitgemäß kritisiert. In einem Themenschwerpunkt plädiert der vhw nun für eine differenzierte Neubewertung des EFH. Denn es kann und sollte ein wichtiger Baustein einer zeitgemäßen Stadtentwicklung sein.

Die Positionen

Einfamilienhäuser

  • sind nach wie vor ein Wohnideal – nicht nur für Familien. 
  • tragen zur Vermögensbildung und Alterssicherung bei.
  • liefern Beiträge zur (sozialen) Wohnungsversorgung
  • sind in ihrer Klimabilanz nicht deutlich schlechter als gleich große Wohnungen. 
  •  lassen sich durchaus in eine flächensparende Siedlungsentwicklung integrieren. 

In Zukunft gilt es

  •  verstärkt die Potenziale des Einfamilienhauses im Bestand zu mobilisieren.
  •  im Neubau mit dem kompakten Stadthaus die Anforderungen einer zeitgemäßen Stadtentwicklung zu erfüllen.

Eine Grundlage für die Positionen bildet die hauseigene Forschung des vhw, darunter zwei jüngst veröffentlichte Studien, die sich mit den Potenzialen im EFH-Bestand befassen – gerade auch mit Blick auf flächensparende Nutzung. Ausgewählte Befunde werden auf der Themenseite in drei Factsheets gebündelt zusammengefasst, die unter anderem auch Handlungsempfehlungen für Kommunen formulieren und Best-Practice-Beispiele für gelungene EFH-Tranformationen aufzeigen.

Wir wollen das Einfamilienhaus aus der Rumpelkammer der stadtentwicklungs- und wohnungspolitischen
Diskussion herausholen. Denn ordentlich fit gemacht, hat es Potenzial für die Zukunft

— Bernhard Faller, Bereichsleiter Forum des vhw e. V. und Erstautor des Papiers

Der vhw hat sich in seiner fast 80-jährigen Historie intensiv mit dem EFH beschäftigt. Schon in den ersten Jahrzehnten hat sich der Verband angesichts der extremen Wohnungsnot der Nachkriegszeit für das individuelle Wohneigentum stark gemacht – und damit auch für das EFH als dessen bedeutendste Variante. Sein Engagement folgte damals wie heute den Notwendigkeiten sowie den wohnungs- und gesellschaftspolitischen Motiven der Zeit. Nun plädiert der vhw für die Einbindung des EFH in eine zeitgemäße Stadtentwicklung.

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