Veranstaltungsdetails

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Umweltrecht und Klimaschutz

Naturnahe Fließgewässerentwicklung und Ökosystemleistungen von Fließgewässern

Umgesetzte und zukünftige Projekte im Stadt - und Landschaftsraum

Termin
02.12.2026
Uhrzeit
9:00 - 12:00 Uhr
VA-Typ | Nr.
Webinar | WB265754
Dozent
Reinhold Wilke
Nicht-Mitglieder
€ 300,00*
vhw-Mitglieder
€ 250,00*
(*) Preise umsatzsteuerfrei nach § 4 Nr. 22 UStG

Dozent

Reinhold Wilke

Reinhold Wilke

Landschaftsplaner und Leiter a.D. des FB Tiefbau, Verkehr, Stadtgrün und Umwelt der Stadt Bocholt. Thematische Schwerpunkte: Landschafts- und Freiraumplanung (u.a. Umweltprüfung und Eingriffsregelung in der Bauleitplanung, Blau-Grün-Graue Infrastruktur), Fließgewässerrenaturierung (EU-WRRL), integrierter Hochwasserschutz, Klimafolgenanpassung sowie Mobilitätskonzepte und Radverkehrwegeplanung.

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Inhalte

Die Entwicklung naturnaher Fließgewässer reicht bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Unter dem Arbeitstitel "Blaue Richtlinie" wurde in NRW das fachliche Regelwerk "Naturnaher Fließgewässerausbau" eingeführt. Andere Bundesländer zogen nach.

Große fachliche Fortschritte und Verbindlichkeiten entstanden mit der Einführung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (2000). Hiernach wurde eine gute chemische und ökologische Qualität für alle Fließgewässer gefordert, die bis 2027 erreicht werden soll. Dabei ist es das Ziel, den guten ökologischen Zustand, zumindest das gute ökologische Potenzial, herbeizuführen. Hierzu kann das Strahlwirkungs- und Trittsteinkonzept herangezogen werden. Die Durchgängigkeit ist ein entscheidendes Kriterium für die ökologische Qualität eines Fließgewässers, damit die Lebewesen in beide Richtungen wandern können.

In diesem Webinar wird exemplarisch auf das Vorgehen in der Stadt Bocholt eingegangen. In den 2000er Jahren wurde dort ein Gewässerrahmenplan aufgestellt, um auf Grundlage der Gewässerstrukturgütekartierung die Ziele der EU-WRRL erreichen zu können. Es wurden Prioritätenlisten für die Umsetzung erarbeitet, die in einen Umsetzungsfahrplan für alle klassifizierten Bocholter Fließgewässer münden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem stauregulierten Hauptfließgewässer Bocholter Aa, die durch die Innenstadt führt. Aufgrund des Hochwasserschutzes, verstärkt durch den Klimawandel, wurden im und am Fließgewässer Retentionspotentiale planerisch und baulich berücksichtigt.

Gerade im Siedlungsbereich gelingt es, die Planungsdisziplinen wie Wasserbau, Stadtentwicklung, Grünordnung, Naturschutz, Stadtplanung und Bodenwirtschaft miteinander zu verknüpfen und Win-Win-Situationen für die Umsetzung herbeizuführen. Es werden Beispiele im Stadt- und Landschaftsraum bereits realisierter und zukünftiger Projekte vorgestellt.

In den 2010er Jahren wurden die Ökosystemleistungen von Fließgewässern in Wissenschaft und Praxis (z.B. Emscherumbau) stärker in den Fokus gerückt. Dabei wurde beispielsweise die Selbstreinigungskraft/Nährstoffretention monetär quantifiziert. Zu den Ökosystemleistungen zählen weiterhin Beiträge zum Hochwasserschutz, zur Lebensqualität/Naherholung, Biodiversität/Habitate und Stadtklima.

Zielgruppe

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Landkreisen, Städten und Gemeinden, die in verschiedenen Dienststellen von Wasserbau-, Naturschutz- und Grünflächenverwaltungen tätig sind. Mitarbeiter von Fachbehörden, Vertretern von Verbänden, (Wasser)Bauingenieuren, Landschaftsarchitekten sowie Landschafts- und Stadtplanern.
Technische Voraussetzungen für Ihre Teilnahme am Webinar
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Inhaltlich zuständig

Nicole Weibrecht