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Baden-Württemberger wollen nachhaltige Verkehrswende

Februar 2020

© David.Sch.Fotolia

Nach ähnlichen Untersuchungen in den Jahren 2015 und 2017 hat das Verkehrsministerium die Bürgerinnen und Bürger des Landes auch 2019 zu ihren verkehrspolitischen Einstellungen befragt. Wie die neue repräsentative Studie des Berliner Forsa-Instituts im Auftrag des Verkehrsministeriums zeigt, sehen immer mehr Bürger im Land die Notwendigkeit einer nachhaltigen Verkehrspolitik.

Um die für das Jahr 2030 gesetzten Klimaziele im Bereich Verkehr zu erreichen, sei es unter anderem nötig, die Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr im Land zu verdoppeln. Dies befürworten 79 Prozent der Befragten, ähnlich viele wie die Forderung nach einem Drittel klimaneutral angetriebener Autos bis 2030 (78 Prozent). Eine überwiegende Mehrzahl hält es für angebracht, aus Klimaschutzgründen mehr Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen (86 Prozent), und für 94 Prozent hat eine gute Verkehrspolitik zum Ziel, dass das Klima und die Umwelt geschützt werden. 84 Prozent der Befragten wünschen sich, dass die Ordnungsbehörden konsequenter gegen das Parken auf Gehwegen und an Kreuzungen vorgehen. Von 100 Bürgerinnen und Bürgern wären außerdem 79 bereit, eine neue Abgabe in Kauf zu nehmen, wenn damit das Nahverkehrs-Angebot in Städten und im Ländlichen Raum deutlich ausgebaut wird. 2017 waren es erst 66 Prozent.

Bürger befürworten klima- und umweltschonende Verkehrspolitik
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger eine klima- und umweltschonende Verkehrspolitik befürworten. Verkehrsminister Winfried Hermann: "Wir sehen uns darin bestätigt, den Umweltverbund, also den Rad-, Fuß- und öffentlichen Verkehr, weiter auszubauen. Dafür müssen wir insbesondere die Verkehrsflächen in den Städten neu aufteilen und den Rechtsrahmen für Mobilität nachhaltiger machen". Gerade bei der Verbesserung des ÖPNV sei das Land dabei aber auch auf die Kommunen angewiesen, die für einen großen Teil des öffentlichen Personennahverkehrs sowie für den örtlichen Rad- und Fußverkehrs zuständig sind. Quelle/Weitere Informationen: Verkehrsministerium Baden-Württemberg, Pressemitteilung vom 31. Januar 2020

Links zu den Studienergebnissen
Im letzten Quartal 2019 wurden in Baden-Württemberg insgesamt 1002 Personen ab 16 Jahren vom Forsa-Institut (Berlin) zu ihren Einstellungen zur Verkehrspolitik befragt.

Mobilität und Verkehr in Baden-Württemberg: Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung in Baden-Württemberg (PDF)

Mobilität und Verkehr in Baden-Württemberg: Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, Teil 1 (PDF)

Mobilität und Verkehr in Baden-Württemberg: Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung, Teil 2 (PDF)

Termintipp

  1. Die Verkehrswende in den Kommunen realisieren: Mobilität neu denken, öffentlichen Raum in Wert setzen (BW200605)
    Zeit/Ort:
    20.04.2020
    in Mannheim

    Weitere(r) Termin(e):

  2. Radverkehr planen, gestalten, entwickeln: Radwege, Radnetze, Radverkehrskonzepte (BW200607)
  3. Umgestaltung von innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen und Ortsdurchfahrten (NW200606)
    Zeit/Ort:
    30.03.2020
    in Dortmund
  4. Moderne Schulwegplanung: Hol- und Bringzonen und Verkehrszähmer- wie man das Elterntaxi-Problem wirksam löst (BY200602)
    Zeit/Ort:
    11.05.2020
    in München
  5. Barrierefreie Straßenräume: Bodenindikatoren, Visuelle Kontraste, Überquerungsstellen - Ein Vertiefungsseminar (BW200609)
    Zeit/Ort:
    27.05.2020 - 28.05.2020
    in Mannheim
  6. Verkehrsberuhigung - Begegnungszone - Fußgängerbereich: Straßen und Plätze neu denken?! (BW200601)
    Zeit/Ort:
    14.07.2020
    in Stuttgart
  7. Die Verkehrswende in den Kommunen realisieren: Mobilität neu denken, öffentlichen Raum in Wert setzen (NW200609)
    Zeit/Ort:
    16.11.2020
    in Bonn
  8. Vollständige Barrierefreiheit im ÖPNV bis 2022!? Anforderungen, Planung und Lösungsansätze (BY200600)
    Zeit/Ort:
    24.11.2020
    in München