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Diskussion der Studienergebnisse im Projekt „Nachhaltigkeit und Entwicklung von Willkommensinitiativen“

Oktober 2019

© vhw e. V.

Neben den zentralen Ergebnissen der vom Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration (DESI) im Auftrag des vhw e. V. durchgeführten Studie wurden am 17. Oktober 2019 in der Ulme 35, Interkulturanstalten Westend e. V., konkrete Anknüpfungspunkte für die Praxis diskutiert. Sebastian Beck, Seniorwissenschaftler beim vhw e. V. und Projektleiter, hat das Gespräch zwischen Adam Naber (nachbarschafft e. V.), Jakob Filzen (Start with a friend e. V.) sowie Yvonne Böll und Frank Vöhler (beide Interkulturanstalten Westend e. V.) moderiert.

In der Diskussion ist deutlich geworden, dass zivilgesellschaftliches Engagement im diskutierten Handlungsfeld immer auch Demokratiearbeit ist, weil es auf Teilhabe und Empowerment abzielt. Der Fokus auf die Zielgruppe geflüchtete Menschen ist einer Orientierung an den bestehenden Bedarfen gewichen – im Zentrum stehen dabei soziale Netzwerke vor Ort. Eine große Herausforderung stellt nach wie vor die Frage der nachhaltigen Finanzierung dar. Mit dem sich ändernden Handlungsfeld müssten die Initiativen, so die Forderung, auch durch Mittel zur Demokratieförderung förderfähig werden.

Im Anschluss diskutierten Ansgar Klein, Geschäftsführer des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE), Christine Grote (Integrationsbüro Charlottenburg Wilmersdorf) und Meike Karasiewicz (Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Berlin) über die Perspektiven der Kooperation von Initiativen und Verwaltung. Die Initiativen als willkommene Impulsgeber und „Stachel“ für das Verwaltungshandeln haben einen Paradigmenwechsel in Verwaltung und Politik angestoßen, den es weiter voranzubringen gilt.  

Alexander Koop, Bertelsmann Stiftung, unterstrich wie wertvoll es sei an der Thematik auch weiterhin zu forschen – auch und gerade wegen des zunehmend skeptischen bis aggressiven gesellschaftlichen Klimas gegenüber Geflüchteten. Neben den konkreten Herausforderungen der Verstetigung der Initiativen zu verlässlichen Akteuren gehe es letztlich auch immer wieder um die Frage, wie politisch die Initiativen sein können und sein wollen.

Weitere Projektinformationen

Projektinformation

Projektleitung
Sebastian Beck
Tel.: 030 390473-240


Projektpartner
DESI – Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration

Dr. Frank Gesemann
Alexander Seidel
Prof. Dr. Margit Mayer


Projektdauer
Juni 2017 bis Oktober 2019