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Drei-Punkte-Plan für Klimaanpassung in Kommunen vereinbart

März 2021

© Martina Topf/AdobeStock

In den vergangenen Jahren hat Deutschland wiederholt trockene Sommer erlebt. Die Landwirtschaft, aber auch das Gesundheits- und Sozialwesen bekommen die Folgen der Dürre zu spüren. Wetter-Extreme wie anhaltende Hitzewellen, Dürren, Waldbrände, Starkregen und Überflutungen machen die Folgen zu einem Alltagsphänomen, das immer weniger die Ausnahme wird. Die Folgen des Klimawandels sind mit erheblichen Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlstand in Deutschland verbunden, die insbesondere in den Kommunen vor Ort sichtbar werden: Gesundheitsbelastungen bis hin zu vorzeitigen Todesfällen, signifikante Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen sowie in der Land- und Forstwirtschaft, Engpässe in der Wasserversorgung der Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung 2008 die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) beschlossen und diese seitdem weiterentwickelt. Hierzu spielt die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen eine zentrale Rolle. Die Bundesumweltministerin (BMU) und die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände haben am 22. März 2021 einen Drei-Punkte-Plan zur Anpassung an den Klimawandel vereinbart, der schnell wirksam werden soll.


Der Drei-Punkte-Plan für bessere Klimaanpassung in Kommunen:

  1. Mit dem Beratungszentrum zur Klimaanpassung sollen Städte, Gemeinden und Landkreise Beratung von zentraler Stelle bekommen. In dem Zentrum sollen Kompetenzen und Erfahrungen gebündelt werden, die Kommunen helfen, passende Lösungen für die jeweilige Situation vor Ort zu erhalten. Das Beratungsteam wird künftig die lokalen Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen dabei unterstützten, individuelle Anpassungskonzepte zu entwickeln, öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen, und es wird eine "Lotsenfunktion" bei Schritten in Richtung klimaangepasste Kommune übernehmen. Das Beratungszentrum soll bis zum Sommer 2021 an den Start gehen.
  2. Gleichzeitig soll über das BMU-Förderprogramm "Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel" nachhaltiges Anpassungsmanagement vor Ort aufgebaut werden. In vielen Fällen wird dies über lokale Anpassungsmanager und Anpassungsmanagerinnen geschehen, die die Umsetzung der Anpassungskonzepte in der Praxis begleiten und lokale Anpassungsstrategien konsequent auf Umwelt- und Klimaverträglichkeit auszurichten. Ab Mitte 2021 sollen die ersten Ausschreibungen laufen.
  3. Besonders innovative Projekte der Klimaanpassung werden über den Wettbewerb "Blauer Kompass" ausgezeichnet. In Zukunft können auch Kommunen in einer eigenen Kategorie an dem Wettbewerb teilnehmen. Ziel ist es, die besten Projekte bundesweit sichtbar zu machen, andere Kommunen in Deutschland zu inspirieren und damit künftig noch mehr innovative Klimaanpassungsprojekte zu entwickeln. Bis Sommer 2021 wird das Wettbewerbsbüro seine Arbeit aufnehmen.

Quelle/Weitere Informationen: Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums mit den kommunalen Spitzenverbänden vom 22. März 2021