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Einbürgerung bald digital: NRW und Bayern entwickeln Online-Verfahren

November 2019

© Gina.Sanders.fotolia

Der Prozess der Einbürgerung soll bürgerfreundlicher gestaltet und digital vereinfacht werden. Nordrhein-Westfalen entwickelt in Zusammenarbeit mit Bayern, unterstützt durch Brandenburg, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in einem Digitallabor dazu ein digitales Angebot zur Beantragung der deutschen Staatsbürgerschaft. Das Angebot wird voraussichtlich Ende 2020 online gehen.

Der digitale Antrag soll den Antragstellern zahlreiche Hilfestellungen beim Ausfüllen bieten und stellt der Verwaltung sämtliche Informationen strukturiert für die Prüfung zur Verfügung. Das Angebot soll zudem auch umfassende Beratung in Form von Videoanleitungen sowie einen "Quick-Check" beinhalten. So kann in einem ersten Schritt von den Interessierten selbst bereits vor Antragstellung ermittelt werden, welche Anforderungen für eine Einbürgerung erfüllt werden oder nicht.

Die digitale Antragstellung soll den Aufwand für alle Beteiligten reduzieren, das Verfahren entbürokratisieren und bürgerfreundliche Hilfestellungen geben. Eine persönliche Vorsprache, damit sich die Einbürgerungsbehörde unter anderem einen Eindruck von den Sprachkenntnissen verschaffen und das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung entgegennimmt, bleibt aber weiterhin notwendig.
 
Am Digitallabor nahmen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Einbürgerungsbehörden (Bielefeld, Köln, Rhein-Sieg-Kreis, Solingen, München und Landkreis Mühldorf am Inn) sowie Fach- und IT-Expertinnen und -Experten von Bundes- und Landesbehörden und Privatpersonen teil. Letztere hatten den Prozess der Einbürgerung bereits hinter sich oder waren mitten im Verwaltungsverfahren.
 
Auf Basis der Ergebnisse des Digitallabors will das Ministerium gemeinsam mit interessierten Kommunen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die praktische Umsetzung in NRW schaffen. Quelle/Weitere Informationen: Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration Nordrhein-Westfalen, Pressemitteilung vom 8November 2019